
Wien mit Kindern: Der ultimative familienfreundliche Reiseplan
Vergessen Sie den Ruf von steifer Etikette und Absperrbändern aus Samt. Wien legt das kaiserliche Gehabe ab, sobald man mit Kindern landet. Während die Stadt für Opern und feine Torten berühmt ist, ist sie insgeheim eines der besten Ziele für Familien in Europa. Hier finden Sie saubere Parks, Museen, in denen man tatsächlich Dinge anfassen darf, und ein Verkehrssystem, das Sinn ergibt. Hier geht es nicht darum, die eigene geistige Gesundheit für einen Blick auf Barockarchitektur zu opfern. Sie können den ältesten Zoo der Welt in einem ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet besuchen oder eine WWII-Festung erklimmen, die in ein vertikales Aquarium verwandelt wurde. Dieser von einem Einheimischen geschriebene Leitfaden hilft Ihnen, einen perfekten Tag ohne Wutanfälle zu planen. Erwarten Sie kluges Timing, Orte, denen klebrige Finger nichts ausmachen, und Möglichkeiten, Warteschlangen zu umgehen. Egal, ob Sie einen Kinderwagen in die U-Bahn schieben oder sich einen Berg Schnitzel teilen – Sie werden das echte Wien erleben.
Überblick & Planungshinweise

Überladen Sie Ihren Tag nicht. Wien läuft im Tempo eines gemütlichen Kaffeehauses, und das sollten Sie auch tun. Planen Sie eine große Aktivität ein. Lassen Sie den Rest der Zeit für Spielplätze, Bäckereien und das Herumlaufen in offenen Parks. Die Stadt ist sicher und geordnet, sodass ein Verirren keine Katastrophe ist. Nutzen Sie das Verkehrsnetz der Wiener Linien. Es ist sauber, pünktlich und für Eltern günstig. Kinder unter sechs Jahren fahren immer kostenlos. Wenn Sie an einem Sonntag, einem Feiertag oder während der lokalen Schulferien hier sind, fahren alle unter 15 Jahren ebenfalls kostenlos. Holen Sie sich einen 24- oder 72-Stunden-Pass in der WienMobil-App, um flexibel zwischen Straßenbahnen und der U-Bahn zu wechseln. Budgetplanung ist einfach, wenn man clever ist. Schlosstickets sind teuer, aber bei Essen und Transport können Sie sparen. Kaufen Sie kein Wasser in Flaschen. Das Leitungswasser kommt aus den steirischen Alpen und schmeckt besser als das gekaufte. Füllen Sie Ihre eigenen Flaschen an den öffentlichen Trinkbrunnen auf, die überall in der Stadt zu finden sind.
Vormittag: Kaiserliche Bestien und Barockgärten

Fahren Sie früh in den 13. Bezirk zum Schloss Schönbrunn. Überspringen Sie die 40-Zimmer-Innenführung. Das ist mühsam für Kinder, die sich nicht für Maria Theresias Tapeten interessieren. Spazieren Sie stattdessen durch die Gärten und halten Sie auf den Tiergarten Schönbrunn zu. Er wurde 1752 eröffnet und ist der älteste Zoo der Welt. Die Gehege sind jedoch modern. Sie befinden sich in einer UNESCO-Welterbestätte und beobachten Riesenpandas, Koalas und sibirische Tiger. Der Zoo erstreckt sich über 17 Hektar, seien Sie also um 9:00 Uhr am Tor. So entgehen Sie dem Mittagsansturm. Verschwenden Sie keine Zeit in der Schlange am Eingang Hietzing. Kaufen Sie Tickets online. Erwachsene zahlen €29, Kinder (6-19) €17, und Kinder unter sechs Jahren sind frei. Lassen Sie den Hund zu Hause, da diese im Park nicht erlaubt sind. Schauen Sie sich die Fledermäuse im Regenwaldhaus an, bevor Sie zum Irrgarten gehen. Lassen Sie die Kinder im Heckenlabyrinth Energie abbauen, während Sie sich im Café eine Melange gönnen.
Mittagessen: Schnitzel ohne Steifheit
Gegen Mittag werden alle hungrig sein. Zeit für Schnitzel. Sie brauchen keinen lautlosen Raum mit weißen Tischdecken. Nehmen Sie die Linie U4 von Schönbrunn zurück ins Zentrum. Gehen Sie zum Lugeck am Lugeck 4. Es wird von der Familie Figlmüller geführt, den lokalen Legenden für gebackenes Fleisch. Während man am Originalstandort ewig anstehen muss, ist das Lugeck groß und kommt gut mit lebhaften Familien klar. Der Service ist schnell. Bestellen Sie das klassische Wiener Schnitzel vom Kalb mit Erdäpfelsalat. Es kostet €33.90, aber die Portion ist gewaltig. Es wird über den Tellerrand ragen. Bestellen Sie nicht für jedes Kind eines. Fragen Sie nach einem Räuberteller und lassen Sie sie teilen. Das Backhendl ist eine weitere gute Wahl für wählerische Esser. Erwachsene sollten ein Glas Grüner Veltliner probieren. Für die Kinder gibt es ein Almdudler – eine Kräuterlimonade, mit der jeder Österreicher aufgewachsen ist.
Nachmittag: Den Flakturm erklimmen

Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie die U3 zur Neubaugasse im 6. Bezirk. Suchen Sie das Haus des Meeres. Es ist ein 11-stöckiger Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, der in einen vertikalen Zoo verwandelt wurde. Über 10.000 Tiere leben darin. Es ist der beste Plan B für Regentage in der Stadt. Kinder lieben die 360-Grad-Haifischbecken und die Krokodile. Das Tropenhaus ist das Highlight. Man läuft über Seilbrücken, während Affen über den Köpfen schwingen. Tickets für Erwachsene kosten €23.50, Kinder (6-15) €9.80 und Kleinkinder €6.50. Kaufen Sie online für den Fast-Lane-Zutritt. Wenn Sie einen großen Kinderwagen haben, lassen Sie ihn stehen. Der Platz ist begrenzt und der einzige Aufzug ist ein Nadelöhr. Nutzen Sie eine Trage. Die Belohnung ist die Dachterrasse im Restaurant Ocean Sky. Es bietet einen 180-Grad-Blick über die Stadt und ist der beste Ort für ein Familienfoto.
Abendessen: Nostalgie im Prater

Machen Sie sich bei Sonnenuntergang auf den Weg in den 2. Bezirk. Der Wurstelprater ist pure Nostalgie. Es ist kein kommerzieller Themenpark. Der Eintritt ist frei, man zahlt pro Fahrgeschäft. In der Dämmerung duftet es nach gebrannten Mandeln und Neonlicht. Sie müssen mit dem Wiener Riesenrad fahren. Es wurde 1897 erbaut und ist eine absolute Ikone Wiens. Tickets kosten €13.50. Die 20-minütige Fahrt in Holzwaggons ist langsam und ruhig. Sogar Großeltern werden es mögen. Halten Sie es beim Abendessen einfach. Holen Sie sich eine Käsekrainer an einem Bitzinger-Stand. Sie ist mit Käse gefüllt, der beim Grillen herausläuft. Wenn Sie einen Sitzplatz brauchen, gehen Sie zum Schweizerhaus. Es ist von März bis Oktober geöffnet. Dort gibt es Stelze mit einer Haut, die so knusprig ist, dass sie kracht. Es ist laut, geschäftig und perfekt, wenn Ihre Kinder unruhig sind. Niemand wird sich am Lärm stören.
Praktische Tipps
- 1Verkehrsvorteile kennen: Kinder unter 6 fahren immer kostenlos. Unter 15-Jährige fahren an Sonntagen, Feiertagen und in den Schulferien gratis.
- 2Kinderwagen im Haus des Meeres vermeiden: Der WWII-Turm ist eng und die Wartezeit am Lift lang. Eine Babytrage ist hier Ihr bester Freund.
- 3Zoo-Tickets online kaufen: Schlangen am Eingang Hietzing beim Tiergarten Schönbrunn sind ein Albtraum. Kaufen Sie für €29/€17 online und gehen Sie direkt hinein.
- 4Schnitzel-Mathe: Ein Kalbsschnitzel im Lugeck kostet €33.90, ist aber riesig. Fragen Sie nach einem „Räuberteller“, damit sich zwei Kinder eine Portion teilen.
- 5Vienna City Card nutzen: Mit einer Karte für Erwachsene (ab €17) fährt ein Kind unter 15 Jahren kostenlos in U-Bahn und Straßenbahn mit.
- 6Leitungswasser trinken: Es kommt aus den Alpen. Bringen Sie eine Flasche mit und nutzen Sie die Gratis-Trinkbrunnen, statt Plastikflaschen zu kaufen.
- 7Früh in Schönbrunn sein: Wenn Sie das Schloss von innen sehen wollen, seien Sie um 8:30 Uhr da. Ansonsten beschränken Sie sich auf die kostenlosen Gärten.
Top-Sehenswürdigkeiten

Albertina
Auf einem erhaltenen Abschnitt der alten Wiener Stadtmauer thront die Albertina – ein Ort, an dem kaiserliche Geschichte und hochkarätige moderne Kunst aufeinan

Ankeruhr
Suchen Sie auf Wiens ältestem Platz nicht einfach nur nach einer Möglichkeit, die Zeit abzulesen. Schauen Sie nach oben. Die Ankeruhr am Hoher Markt überspannt

Österreichische Nationalbibliothek
Ein Besuch in der Austrian National Library in Vienna fühlt sich weniger wie ein Museumsbesuch an, sondern eher wie der Eintritt in einen barocken Fiebertraum.
Häufig gestellte Fragen
Ist Wien eine kinderwagenfreundliche Stadt?
Wie kommt man mit Kindern am besten vom Flughafen Wien ins Stadtzentrum?
Sind Hunde im Tiergarten Schönbrunn erlaubt?
Muss man in Wiener Restaurants Trinkgeld geben?
Gibt es im Zentrum gute Spielplätze zum Austoben?
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