
Schweizerhaus
Leger
Das Erlebnis
Tief im Wurstelprater gelegen, ist das Schweizerhaus der Inbegriff des Wiener Biergartens. Seit 1920 wird der Betrieb von der Familie Kolarik geführt. Es ist ein Saisongeschäft, das von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet hat. Hier tauschen Sie das Getöse der Achterbahnen gegen das rhythmische Klingen schwerer Glaskrüge und den Duft von röstfrischem Schweinefleisch. Der riesige Garten wird von jahrhundertalten Kastanien- und Walnussbäumen beschattet und ist in Zonen unterteilt, die nach Wiener Bezirken benannt sind. Obwohl er Tausende fasst, fühlt es sich wie ein Fest unter Nachbarn an. Ob Stammgast oder Neuling, man kommt wegen einer Sache: der Schweinsstelze. Die riesige Stelze hat eine Haut, die so knusprig ist, dass sie förmlich zerbricht. Dazu passt ein kaltes, langsam gezapftes Budweiser Budvar aus Tschechien. Ein herrlich rustikales, lautstarkes und perfektes Wiener Ritual.
Spezialitäten des Hauses
Schweizerhaus Stelze
Eine im Ofen gebratene, massive Schweinsstelze mit einer makellos krachenden Kruste und unglaublich saftigem, zartem Fleisch. Sie wird traditionell am Tisch tranchiert und passt hervorragend zu frisch geriebenem Kren und Senf.
Erdäpfelpuffer
Goldbraune und knusprige hausgemachte Kartoffelpuffer, die oft großzügig mit würzigem, frischem Knoblauch-Pesto eingerieben werden. Sie sind die perfekte herzhafte und deftige Beilage zu einer kühlen Maß Bier.
Mohnnudeln
Ein klassisches, herzerwärmendes österreichisches Dessert aus weichen, handgemachten Erdäpfelteignudeln. Sie werden in einer reichhaltigen, süßen Mischung aus gemahlenem Mohn, geschmolzener Butter und einer dicken Schicht Staubzucker geschwenkt.
Die Highlights der Speisekarte
Die Speisekarte im Schweizerhaus ist eine Lehrstunde in herzhafter mitteleuropäischer Hausmannskost. Überlegen Sie nicht zu lange: Die Schweinsstelze ist hier der König. Diese gebratene Stelze wird auf einem Holzbrett serviert, mit einer Schwarte wie gesalzenes Glas und Fleisch, das fast von selbst zerfällt. Tranchieren Sie selbst und häufen Sie den scharfen, frisch geriebenen Kren und den würzigen Senf darauf. Es ist ein Gericht, das locker für zwei reicht. Wenn Sie dann noch Hunger haben, greifen Sie zu den Erdäpfelpuffern. Diese goldenen Puffer sind mit so viel rohem Knoblauch-Pesto eingerieben, dass sie jeden Vampir fernhalten. Für die seltenen Vegetarier in der Runde sind die Mohnnudeln eine butterweiche Rettung. Aber das Bier ist die wahre Religion. Dies ist einer der wenigen Orte, an denen original tschechisches Budweiser Budvar mit dem korrekten Drei-Stufen-Zapfverfahren serviert wird. Es dauert bis zu sechs Minuten, bis die perfekte, cremige Schaumkrone steht. Haben Sie Geduld – es lohnt sich.
Vibe & Publikum
Erwarten Sie ein lautstarkes, demokratisches Chaos. Dies ist kein stilles Café, sondern ein weitläufiges Festgelände im 2. Bezirk, wo Anzugträger neben Studenten sitzen und Touristen mit Pensionisten plaudern. Die Kellner sind wahre Athleten: Sie sprinten durch die schmalen Lücken zwischen den Tischen und balancieren dabei Stapel schwerer Teller und überlaufende Krüge. Einen Platz zu finden, gehört zum Spaß dazu. Durch die freie Platzwahl landet man oft auf einer Holzbank neben einer Wiener Familie oder einer Gruppe gut gelaunter Prater-Besucher. Während einer Hitzewelle im Juli macht das dichte Blätterdach den Garten zum kühlsten Ort der Stadt. Die Stimmung ist pure Gemütlichkeit – jene besondere Wiener Art von unaufgeregter, geselliger Behaglichkeit. Man kommt für ein schnelles Mittagessen und merkt plötzlich, dass drei Stunden wie im Flug vergangen sind.
Warum die Einheimischen es lieben
Für viele Wiener beginnt das Jahr erst richtig, wenn das Schweizerhaus Mitte März seine Tore öffnet. Es ist ein Frühlingsritual. Die Einheimischen kommen seit Generationen hierher, weil die Familie Kolarik am Erfolgsrezept nichts ändert. Es ist im besten Sinne berechenbar. Man bekommt Jahr für Jahr denselben effizienten, direkten Service und dieselbe hohe Fleischqualität. Es fühlt sich an wie eine Flucht aus der formellen Seite der Stadt. Hier darf man mit den Händen essen, laut reden und das Handy ignorieren. Trotz der hohen Qualität bleiben die Preise fair. Es ist ein Ort, der alle gleich behandelt, egal ob CEO oder Student. Das Schweizerhaus ist ein nostalgischer Anker im Prater und erinnert alle daran: Egal wie sehr sich Vienna verändert, ein kühles Bier und eine knusprige Stelze unter Bäumen sind für die Ewigkeit.
Die Atmosphäre
lebhaft
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Häufig gestellte Fragen
Benötige ich eine Reservierung für das Schweizerhaus?
Was sind die Spezialitäten im Schweizerhaus?
Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch?
Gibt es Sitzplätze im Freien?
Ist das Schweizerhaus für Familien und Gruppen geeignet?
Gibt es eine Kleiderordnung im Schweizerhaus?
Auf einen Blick

Das Viertel
2. Bezirk: Leopoldstadt
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