Leopoldstadt (Prater)
Kreativ, energiegeladen, kulturell vielfältig und unglaublich grün

Leopoldstadt

2. Bezirk

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About the District

Die Leopoldstadt ist im Grunde eine riesige Insel zwischen der Donau und dem Donaukanal. Einst wegen ihrer tiefen jüdischen Wurzeln als „Mazzesinsel“ bekannt, ist der 2. Bezirk heute der Ort, an dem traditionelle koschere Bäckereien auf den besten Third-Wave-Espresso der Stadt treffen. Es ist ein gewaltiges, grünes Stück Wien, das sich vom graffiti-verzierten Beton des Kanals bis zur sechs Millionen Quadratmeter großen Wildnis des Praters erstreckt. Hier findet man Ecken mit Ecken und Kanten, aber auch herrschaftliche Palazzi im venezianischen Stil an der Praterstraße und Biergärten, in denen seit dem 19. Jahrhundert kühles Budweiser gezapft wird. Es ist das richtige Viertel für Sie, wenn Sie eine Nachbarschaft suchen, die sich belebt, vielfältig und kompromisslos authentisch anfühlt. Vergessen Sie das sterile Museums-Flair der Innenstadt – in der Leopoldstadt atmet das wahre Wien.

2. Bezirk in Vienna

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Überblick & Charakter

Leopoldstadt (Prater) — Überblick & Charakter

Die Leopoldstadt fühlt sich an wie eine Stadt in der Stadt. Wenn man vom 1. Bezirk den Donaukanal überquert, ändert sich die Atmosphäre sofort. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren fast 40 Prozent der Bewohner jüdisch. Heute ist das Karmeliterviertel nach wie vor das Zentrum des jüdischen Lebens in Wien, wo Synagogen und koschere Märkte direkt neben Naturweinbars stehen. Achten Sie beim Gehen auf den Boden: In das Kopfsteinpflaster eingelassene Messingplaketten des „Wegs der Erinnerung“ ehren die Bürger, die einst in diesen Straßen lebten. Doch dies ist kein reines Freilichtmuseum. Das Gebiet um den Nordbahnhof hat sich zum Nordbahnviertel gewandelt – ein futuristisches Zentrum mit kühner Architektur und jungen Familien. Es ist bodenständig, grün und wohl einer der interessantesten Winkel der Hauptstadt.

Top-Attraktionen & Sehenswürdigkeiten

Leopoldstadt (Prater) — Top-Attraktionen & Sehenswürdigkeiten

Der Wiener Prater ist der größte Anziehungspunkt. Der riesige öffentliche Park teilt sich in zwei Charaktere auf. Zuerst ist da der Wurstelprater – jener nostalgische Vergnügungspark, in dem das Wiener Riesenrad von 1897 steht. Eine Fahrt in den ikonischen roten Holzgondeln kostet €14.50 und ist wegen der Aussicht jeden Cent wert. Wer keine Höhenangst hat, kann für €89 die „Plattform No. 9“ ausprobieren: Man steht auf einem Glasboden ohne Wände. Dann gibt es den Grünen Prater, eine weitläufige Waldlandschaft mit der Prater Hauptallee, einer von Kastanien gesäumten Allee für lange Läufe oder Radtouren. Verpassen Sie auch den Augarten nicht, einen Barockpark mit zwei gewaltigen Flaktürmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ist ein seltsamer, beeindruckender Anblick. Für ein haptisches Erlebnis sollten Sie Supersense in der Praterstraße 70 besuchen. Nehmen Sie in einem Vintage-Aufzug eine 90-sekündige Vinyl-Platte auf – ein Paradies für Analog-Liebhaber.

Essen & Trinken

Leopoldstadt (Prater) — Essen & Trinken

Essen ist hier ein Abenteuer. Ein Besuch im Schweizerhaus im Prater ist Pflicht. Diese Institution mit 3.000 Plätzen ist von Mitte März bis Oktober geöffnet. Bestellen Sie die Stelze – eine riesige, knusprig gebratene Schweinshaxe zum Teilen – und dazu ein Budweiser Budvar für €5.90. Modernere, 100 % biologische Küche bietet das Luftburg - Kolarik nebenan, das ideal für Familien ist. Wer es trendig mag, zieht zum Karmelitermarkt: Gönnen Sie sich ein georgisches Frühstück im Cafe Ansari oder Sushi bei Mochi in der Praterstraße. Beide sind exzellent. Abends lockt der Donaukanal: Die Strandbar Herrmann bietet echten Sand und Cocktails ohne Eintritt. Alternativ empfiehlt sich ein Drink im Klyo im Urania-Gebäude. Der Blick auf das Wasser und das ferne Riesenrad ist unschlagbar.

Übernachtungsmöglichkeiten

Leopoldstadt (Prater) — Übernachtungsmöglichkeiten

Die Leopoldstadt ist meist günstiger und geräumiger als das Stadtzentrum. Die erste Wahl ist das Superbude Wien Prater, ein designorientiertes Hotel direkt am Vergnügungspark. Die Zimmerpreise beginnen bei etwa €79. Es fühlt sich an wie ein riesiges, kreatives Wohnzimmer mit einem fantastischen Dachterrassen-Restaurant. Wenn Sie näher am Geschehen sein möchten, suchen Sie nach Apartments oder Boutique-Hotels im Karmeliterviertel. Sie sind nur 10 Gehminuten vom Stephansdom entfernt, wohnen aber in einem ruhigen, lokalen Viertel – das Beste aus beiden Welten.

Unterwegs vor Ort

Leopoldstadt (Prater) — Unterwegs vor Ort

Die U-Bahn-Linien U1 und U2 sind Ihre besten Verbindungen im 2. Bezirk. Die U1 bringt Sie in fünf Minuten zum Stephansplatz. Der Praterstern ist der zentrale Knotenpunkt für Straßenbahnen und S-Bahnen. Achten Sie jedoch auf den Kalender: Die S-Bahn-Stammstrecke wird für 2,2 Milliarden Euro saniert. Von Juli bis September 2026 ist die Strecke zwischen Floridsdorf und Praterstern gesperrt. Ab September 2027 folgt eine 14-monatige Sperre zwischen Praterstern und Hauptbahnhof. In dieser Zeit müssen Sie auf die U1, U2 oder Schienenersatzverkehr ausweichen. Bei gutem Wetter ist das Fahrrad die beste Wahl: Leihen Sie ein WienMobil Rad. Die Wege am Donaukanal und in der Prater Hauptallee sind flach, breit und perfekt zum Radeln.

Shopping & Märkte

Leopoldstadt (Prater) — Shopping & Märkte

Der Karmelitermarkt ist das Herz des Bezirks und besteht seit dem 17. Jahrhundert. Freitag- und Samstagvormittag findet hier ein belebter Bauernmarkt mit regionalem Käse und Bio-Fleisch statt. Den Rest der Woche ist er ein toller Ort für einen Flat White oder einen schnellen Lunch. Zum Shoppen empfiehlt sich die Praterstraße mit ihren unabhängigen Ateliers und Fachgeschäften. Das Highlight ist Supersense, ein analoger Concept Store, in dem man handgeschnittene Vinyl-Platten oder ein „Smell Memory Kit“ kaufen kann. Es ist das Gegenteil eines kitschigen Souvenirladens – hier finden Sie Dinge, die es sonst nirgendwo gibt.

Sicherheit & Praktische Tipps

Leopoldstadt (Prater) — Sicherheit & Praktische Tipps

Wien ist sicher, und die Leopoldstadt bildet keine Ausnahme. Tagsüber ist sie für Alleinreisende und Familien völlig unbedenklich. Nachts sollten Sie rund um den Bahnhof Praterstern und den Park Venediger Au jedoch etwas aufmerksamer sein. Dort halten sich oft Gruppen auf, was gelegentlich unangenehm wirken kann, auch wenn es nicht direkt gefährlich ist. In den meisten Seitenstraßen wird es nach 22:00 Uhr sehr ruhig. Wenn Sie von den Bars am Kanal zurücklaufen, bleiben Sie am besten auf den hell beleuchteten Hauptstraßen. Gesunder Menschenverstand reicht völlig aus.

Top-Attraktionen

Übernachtungsmöglichkeiten

Ausgewählte Hotels und Unterkünfte.

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Top Touren & Erlebnisse

Restaurants & Cafés

Fahren Sie mit dem historischen Wiener Riesenrad von 1897

Essen Sie eine knusprige Stelze im Schweizerhaus mit 3.000 Sitzplätzen

Entspannen Sie in der Strandbar Herrmann und den Strandbars am Donaukanal

Schlendern Sie über den Karmelitermarkt und probieren Sie internationales Streetfood

Entdecken Sie analoge Schätze und nehmen Sie bei Supersense eine Vinyl-Platte auf

Spazieren Sie durch die üppigen, endlosen Alleen des Grünen Praters

Praktische Tipps

1
Planen Sie die S-Bahn-Sperren 2026 und 2027 zwischen Praterstern und Hauptbahnhof ein. Nutzen Sie die U1 oder U2 als Alternative.
2
Reservieren Sie Tage im Voraus einen Tisch im Schweizerhaus. Am Wochenende ist es extrem voll, und von November bis Mitte März ist Winterpause.
3
Achten Sie auf Radfahrer. Die grün markierten Radwege am Donaukanal sind stark befahren und die Fahrer oft schnell unterwegs.
4
Achten Sie auf das Trottoir: Die Messingplaketten „Steine der Erinnerung“ markieren die ehemaligen Wohnorte deportierter jüdischer Bürger.
5
U-Bahnen fahren in den Nächten auf Samstag und Sonntag rund um die Uhr. Die U1 und U2 bringen Sie also immer sicher nach Hause.
6
Sichern Sie sich frühzeitig einen Liegestuhl in der Strandbar Herrmann. Bei Sonne ist der Sand ab 17:00 Uhr meist voll belegt.
7
Laden Sie die ivie-App herunter. Die Audiotour durch das Karmeliterviertel ist absolut hörenswert.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Leopoldstadt nachts für Touristen sicher?
Ja, sie ist im Allgemeinen sehr sicher. Die Gegend um den Bahnhof Praterstern kann jedoch spät nachts etwas unangenehm wirken, achten Sie dort einfach auf Ihre Umgebung.
Wie komme ich zum Wiener Riesenrad?
Nehmen Sie die U-Bahn-Linien U1 oder U2 bis zur Station Praterstern. Der Eingang zum Wurstelprater und zum Riesenrad ist nur drei Gehminuten vom Stationsausgang entfernt.
Sind die Strandbars am Donaukanal das ganze Jahr über geöffnet?
Die meisten Strandbars, wie die Strandbar Herrmann, sind saisonal von April bis September geöffnet. Einige Lokale wie das Klyo in der Urania haben jedoch das ganze Jahr über offen.
Wo kann man im 2. Bezirk am besten traditionell essen?
Das Schweizerhaus im Prater ist die ultimative Institution, berühmt für seine riesige, knusprige Stelze und perfekt gezapftes Budweiser-Bier.
Was bedeutet „Mazzesinsel“?
„Mazzesinsel“ ist der historische Spitzname der Leopoldstadt aufgrund der großen jüdischen Bevölkerung vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Karmeliterviertel ist bis heute ein Zentrum der jüdischen Gemeinde Wiens.

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