
Gasthaus Kopp
Leger
Das Erlebnis
Vergessen Sie die überteuerten Schnitzel-Fallen im ersten Bezirk und machen Sie sich auf in den 20. Das Gasthaus Kopp versucht nicht, hip zu sein. Es ist eine lautstarke, holzgetäfelte und kompromisslose Zeitkapsel, in der ein Plastikhahn über der Bar thront und die Luft nach Gebratenem duftet. Das hier ist ein waschechtes Beisl. Man sitzt an Tischen mit karierten Decken, umgeben von alten Emailleschildern und Stammgästen, die seit dreißig Jahren kommen. Es ist kitschig und laut, aber die Gastfreundschaft ist ehrlich. Erwarten Sie riesige Portionen, die jeder Logik spotten, zu Preisen, die das Budget schonen. Wenn es warm ist, sichert man sich einen Platz im schattigen Innenhof – der perfekte Ort für ein kühles Krügerl und eine Mahlzeit, die eine kleine Armee sättigen könnte.
Spezialitäten des Hauses
Wiener Schnitzel
Ein riesiges, unglaublich knuspriges Schnitzel vom Schwein oder Kalb, das bekanntlich über den Rand des Holzbretts ragt. Es ist perfekt goldbraun gebacken, mit einer herrlich luftigen Panier, die das Fleisch zart und saftig hält.
Erdäpfelsalat
Der klassische österreichische Kartoffelsalat, mehrmals täglich frisch zubereitet mit einer perfekt abgestimmten, säuerlichen Marinade. Er bietet einen frischen, kontrastreichen Ausgleich zu den gehaltvollen, gebackenen Hauptspeisen.
Fiakergulasch
Ein herzhaftes, langsam geschmortes Rindsgulasch in einer tiefdunklen, würzigen Paprikasauce. Traditionell serviert mit Spiegelei, fächerförmig geschnittener Essiggurke und einem klassischen Semmelknödel.
Topfenstrudel
Ein wohliger, warmer Strudel mit Quarkfüllung in einer blättrigen Teighülle. Meist serviert in einer reichhaltigen, samtigen Vanillesauce, die für ein unvergessliches Deserterlebnis sorgt.
Die Highlights der Speisekarte
Die Speisekarte im Gasthaus Kopp liest sich wie eine Best-of-Sammlung österreichischer Hausmannskost. Man kommt vor allem wegen des Wiener Schnitzels hierher. Es wird auf einem schweren Holzbrett serviert, nicht auf einem Teller – kein Porzellan der Welt könnte diese Größe fassen. Es ist hauchdünn geklopft, goldgelb paniert und so knusprig, dass man es noch am Nachbartisch hört. Ob Schwein oder Kalb, beide sind exzellent. Wer keine Lust auf Gebackenes hat, greift zum Fiakergulasch. Dieser dunkle Rindereintopf, benannt nach den Wiener Kutschern, wird mit Spiegelei und Gurkenfächer gekrönt. Nutzen Sie den Semmelknödel, um auch den letzten Tropfen der Paprikasauce aufzusaugen. Lassen Sie keinesfalls den Erdäpfelsalat aus – er ist spritzig, essigbetont und bildet das perfekte Gegengewicht zum Fleisch. Falls noch Platz ist, ist der Topfenstrudel in warmer Vanillesauce ein Muss. Oder man teilt sich eine Portion Kaiserschmarrn mit dem ganzen Tisch – Hilfe kann man hierbei gebrauchen.
Warum die Einheimischen es lieben
Dieser Ort gehört dem Viertel. Hier sitzen Handwerker in Arbeitskleidung neben Familien und Studenten, die ein günstiges Festmahl suchen. Es ist demokratisch: Niemand schert sich darum, was man trägt oder wie laut man lacht. Das Gasthaus Kopp wirkt gelebt, weil es das ist. Die Wände hängen voll mit alten landwirtschaftlichen Geräten und Brauerei-Relikten, die sich seit Jahrzehnten nicht bewegt haben. Es ist das genaue Gegenteil der polierten, sterilen Cafés in der Innenstadt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Während andere Lokale für Touristen die Preise anziehen, bleibt das Essen hier ein Schnäppchen. Man bekommt ehrliche Küche und ordentliche Getränke ohne Allüren. Der Service ist schnell und direkt – manchmal ein wenig forsch, aber das gehört zum Wiener Charme dazu. Ein G'spritzter im Hof im Sommer macht klar, warum die Gäste immer wieder kommen. Es ist gemütlich, es ist echt und genau so, wie ein Wiener Wirtshaus sein sollte.
Die Atmosphäre
rustikal