
Graben und Kohlmarkt
Sehenswürdigkeit
Über das Erlebnis
Nennen Sie es nicht einfach einen Einkaufsbummel. Ein Spaziergang über die Fußgängerzonen Graben und Kohlmarkt ist ein Eintauchen in die DNA des kaiserlichen Vienna. Dies ist keine gewöhnliche Einkaufsstraße. Es ist das „Goldene U“, ein mit Kalkstein gepflasterter Abschnitt, auf dem einst die Habsburger paradierten und heute Luxusmarken um die prächtigsten Schaufenster wetteifern. Beginnen Sie am Graben. Der Name erinnert an seine römischen Wurzeln als buchstäblicher Wassergraben, aber heute ist hier nichts mehr trüb. Es ist eine weite, sonnendurchflutete Bühne, flankiert von Giganten des 19. Jahrhunderts und der blattvergoldeten Pestsäule in ihrer Mitte. Setzen Sie sich an einen Tisch im Freien, bestellen Sie eine Melange und beobachten Sie das Treiben. Es ist teuer, aber das People-Watching ist erstklassig. Wenn Sie die Kreuzung erreichen, biegen Sie in den Kohlmarkt ein. Dies war einst ein schmutziger Holzkohlemarkt. Heute ist er ein glitzernder Korridor aus High-Fashion-Boutiquen, der den Blick direkt auf die grüne Kuppel der Hofburg lenkt. Sie werden überall die „K.u.K.“-Schilder sehen. Sie kennzeichnen die ehemaligen kaiserlichen und königlichen Hoflieferanten. Ob Sie nun hier sind, um vierstellige Beträge für eine Uhr auszugeben oder nur um die Jugendstilfassaden zu bestaunen – diese Straßen sind das Wohnzimmer der Stadt. Sie sind kostenlos, rund um die Uhr geöffnet und unverzichtbar.
Fotos









Geschichte & Bedeutung

Graben und Kohlmarkt begannen als raue Randgebiete des römischen Lagers Vindobona. Im 12. Jahrhundert nutzte Herzog Leopold V. ein massives Lösegeld aus der Entführung des englischen Königs Richard Löwenherz, um den römischen Graben aufzuschütten und die breite Straße zu schaffen, die wir heute sehen. Um 1255 war der Kohlmarkt ein Zentrum für Holz- und Kohlehändler. Doch als die Hofburg wuchs, wandelte sich das Viertel. Die Kohleverkäufer wurden durch Elite-Juweliere und Schneider ersetzt, die um die Gunst des Kaisers buhlten. Der Graben wurde schließlich 1974 zu Vienna's erster reiner Fußgängerzone. Er setzte den Standard für den modernen, begehbaren Kern der Stadt.
Die Architektur

Dies ist nicht nur ein schöner Spaziergang, sondern ein Crashkurs in europäischem Design. Betrachten Sie die Pestsäule am Graben. Es ist ein wildes, wirbelndes Barockmonument, das Kaiser Leopold I. nach der Pestepidemie von 1679 in Auftrag gab. Sie ist vergoldet, chaotisch und brillant. In der Nähe zeigt das Ankerhaus am Graben 10 mit seinem verglasten Dachgeschoss Otto Wagners frühen Jugendstil. Verpassen Sie aber nicht das Looshaus am Ende des Kohlmarkt am Michaelerplatz. Als Adolf Loos es 1910 baute, entsetzte der Verzicht auf Fensterschmuck die Stadt. Kaiser Franz Joseph hasste es angeblich so sehr, dass er die Vorhänge im Palast geschlossen hielt, um das „Haus ohne Augenbrauen“ nicht sehen zu müssen. Heute gilt es als Meisterwerk der Moderne. Zwischen diesen Wahrzeichen finden Sie alles, von Brunnen aus dem 16. Jahrhundert bis zum Palais Bartolotti-Partenfeld am Graben 11. Es ist eine hochdichte Mischung aus barockem Drama und der Rebellion des 20. Jahrhunderts.
Die Umgebung

Sie befinden sich im Ersten Bezirk, dem Zentrum von Vienna. Wenn Sie den Graben in südöstlicher Richtung hinuntergehen, stoßen Sie direkt auf die markanten gotischen Türme des St. Stephen's Cathedral (Stephansdom). Er ist der Anker der Stadt. In der Gegenrichtung fungiert der Kohlmarkt als prachtvolle Zufahrt zur Hofburg. Hier finden Sie das Sisi Museum und die Spanische Hofreitschule. Bleiben Sie nicht nur auf den Hauptwegen. Biegen Sie in das Jungferngässchen ab, um die Peterskirche zu finden. Diese Barockkirche wurde dem Petersdom in Rom nachempfunden, und die Orgelkonzerte im Inneren sind oft kostenlos. Die Seitenstraßen hier sind ein Labyrinth aus Weinkellern und traditionellen Kaffeehäusern. Sie bieten einen ruhigen Rückzugsort, wenn der Trubel auf den Routen durch den Graben und Kohlmarkt zu groß wird.
Leitfaden für Fotografie

Seien Sie früh hier. Ab 10:00 Uhr füllen Lieferwagen und Reisegruppen das Bild. Für das perfekte Foto stellen Sie sich an die Kreuzung von Graben und Kohlmarkt und richten das Objektiv auf die Kuppel der Hofburg. Es ist die perfekte imperiale Aussicht. Die Pestsäule ist schwieriger; die Mittagssonne lässt die Details flach wirken. Warten Sie auf die goldene Stunde, wenn das Licht auf das Blattgold an der Spitze trifft. Wenn es regnet, verstecken Sie sich nicht – das nasse Kopfsteinpflaster reflektiert die Lichter der Geschäfte wunderschön. Im Dezember ändert sich alles: Über dem Graben hängen massive Kristalllüster, und der Kohlmarkt erstrahlt unter einem Baldachin aus weißen Lichern. Nutzen Sie ein Stativ, um die Bewegung der Menge vor den scharfen, festlichen Dekorationen einzufangen. Sogar die luxuriösen Schaufenster von Geschäften wie Demel sind eine Nahaufnahme wert.
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experience
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walking tour
food tourWichtige Tipps für Besucher
- Cafe Demel
Dies ist nicht nur eine Konditorei, sondern ein Wahrzeichen. Gehen Sie hinein, um den Zuckerbäckern hinter Glas bei der Arbeit zuzusehen. Bestellen Sie die Sachertorte.
- Blick nach oben
Die Erdgeschosse bestehen aus modernem Glas, aber die oberen Stockwerke sind reine Geschichte. Suchen Sie nach den goldenen Motiven von Otto Wagner.
- Feiertagszauber
Kommen Sie im Dezember nach Einbruch der Dunkelheit. Die riesigen Kronleuchter über dem Graben sind die schönste Weihnachtsbeleuchtung in Europa.
- Versteckte Innenhöfe
Werfen Sie einen Blick in die Torbögen. Viele führen zu ruhigen Plätzen wie dem Innenhof am Graben 30.
- Frühmorgendliche Spaziergänge
Wenn Sie die Architektur für sich allein haben wollen, seien Sie gegen 8:00 Uhr dort. Die Stadt wacht dann gerade erst auf.
Beste Reisezeit
"Der Morgen ist ideal für Fotografen und ruhige Spaziergänge. Der Abend sorgt für Atmosphäre. Gehen Sie in der Dämmerung, wenn die Schaufenster und die Kuppel der Hofburg hell erleuchtet sind."
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Häufig gestellte Fragen
Wie erreiche ich Graben und Kohlmarkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Was ist der beste Ort für Fotos am Graben und Kohlmarkt?
Gibt es berühmte Kaffeehäuser am Graben oder am Kohlmarkt?
Welche Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nähe von Graben und Kohlmarkt?
Lohnt sich ein Besuch von Graben und Kohlmarkt in der Weihnachtszeit?
Was ist die Geschichte hinter dem Namen Kohlmarkt?
Kann ich Graben und Kohlmarkt auch genießen, wenn ich nicht einkaufen möchte?
Gibt es öffentliche Toiletten in der Nähe von Graben und Kohlmarkt?
Wie sind die Öffnungszeiten von Graben und Kohlmarkt?
Wie viel kostet der Eintritt bei Graben und Kohlmarkt?
Wie viel Zeit sollte ich für Graben und Kohlmarkt einplanen?
Ist Graben und Kohlmarkt barrierefrei zugänglich?
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Das Viertel
1. Bezirk: Innere Stadt
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