
Leopold Museum
Museum
Über das Erlebnis
Schon beim Betreten des MuseumsQuartier fällt er ins Auge: ein massiver, scharfkantiger Kubus aus weißem Kalkstein. Das ist das Leopold Museum Vienna, und es ist nicht einfach nur eine Galerie. Es ist das pulsierende Herz von „Wien um 1900“. Die Architekten Ortner & Ortner schufen eine Hülle aus kaltem Stein, um einige der emotionalsten Kunstwerke zu beherbergen, die je auf Leinwand gebannt wurden. Im Inneren führt Sie das lichtdurchflutete Atrium in die Welt von Rudolf und Elisabeth Leopold. Sie begannen in den 1950er-Jahren mit dem Sammeln, als der Rest der Welt wegschaute – heute ist ihre Obsession Ihr Gewinn. Sie erwartet ein logischer, chronologischer Fluss von der goldglänzenden Eleganz der Secession bis zu den rohen, markerschütternden Schreien des Expressionismus. Die Egon Schiele-Sammlung ist hier das unangefochtene Schwergewicht: Mit 40 Gemälden und 200 Skizzen ist sie die größte der Welt. Vor dem „Bildnis von Wally“ zu stehen, ist ein echtes Pflichtprogramm. Doch beschränken Sie sich nicht nur auf die Malerei. Das Museum zeigt auch Möbel von Josef Hoffmann und Glaskunst von Koloman Moser und lässt so die gesamte ästhetische Welt einer Stadt am Rande des Nervenzusammenbruchs auferstehen. Intensiv und absolut unverzichtbar.
Fotos



Geschichte & Bedeutung

Das Leopold Museum verdankt seine Existenz dem Medizinstudenten Rudolf Leopold, der nicht aufhören konnte, Kunst zu kaufen. In den 1950er-Jahren begannen er und seine Frau Elisabeth mit der Jagd nach Werken der österreichischen Moderne – zu einer Zeit, als Egon Schiele noch als Randnotiz galt. Über fünf Jahrzehnte hinweg trugen sie mehr als 5.000 Werke für damals bescheidene Summen zusammen. 1994 halfen die Republik Österreich und die Nationalbank dabei, diesen privaten Schatz in eine öffentliche Stiftung zu überführen. Die Kalksteinfestung wurde schließlich am 22. September 2001 als Ankerzentrum des MuseumsQuartier eröffnet. Rudolf leitete das Haus bis zu seinem Tod im Jahr 2010. Heute umfasst der Bestand über 8.300 Objekte und sichert dem Museum seinen Platz als weltweit wichtigster Hüter von Schieles Erbe.
Die Sammlungen

Der permanente Bestand ist ein tiefer Tauchgang in die psychischen Reibungen Österreichs im späten 19. Jahrhundert. Die Reise beginnt beim ornamentalen Glanz der Wiener Secession, bevor man auf die Wand der expressionistischen Angst trifft. Im Zentrum steht „Wien 1900“, eine Ausstellung, die beweist, dass Kunst nicht im luftleeren Raum entstand. Es war eine Zeit von massivem Glamour und noch größerer Beklemmung. Natürlich sind Sie vor allem wegen Schiele hier. Das Museum besitzt die weltweit vollständigste Schiele-Sammlung, darunter vierzig Ölgemälde und rund zweihundert Zeichnungen. Man kann förmlich zusehen, wie sich sein Stil verändert: von der Nachahmung Klimts hin zu Hautdarstellungen, die wirken, als wären sie von der Seele gezeichnet. Das ist viszerale Kunst. Als Ausgleich zum Unverblümten empfiehlt sich die Gustav Klimt-Abteilung. Sie ist zwar nicht so umfangreich wie der Schiele-Bestand, enthält aber bedeutende Werke, die seinen Weg vom akademischen Maler zum Rebellenführer nachzeichnen. Zusammen mit Werken von Kokoschka und Gerstl ergibt sich eine lückenlose Landkarte der Geburtsstunde der modernen Kunst.
Highlights der Ausstellung

Setzen Sie Prioritäten bei den großen Meisterwerken, sonst haben Sie das Gefühl, das Wesentliche verpasst zu haben. Beginnen Sie mit Gustav Klimts „Tod und Leben“. Es ist ein massives, allegorisches Werk, in dem ein skelettartiger Tod auf einen farbenfrohen Haufen schlafender Menschen starrt. Die Muster sind hypnotisch. Aber die wahre Ikone ist Schieles „Bildnis von Wally Neuzil“. Nicht ohne Grund wird es als die „Mona Lisa von Wien“ bezeichnet. Es ist ein durchdringender, zärtlicher Blick auf seine Geliebte und hat eine bewegte Vorgeschichte, die mit einem berühmten Rechtsstreit um NS-Raubkunst verbunden ist. Das Bild ist klein, aber es dominiert den Raum. Suchen Sie nach den Leinwänden nach den Exponaten der Wiener Werkstätte. Das sind nicht nur „alte Stühle“. Sie sehen handgefertigtes Silber und Möbel von Koloman Moser und Josef Hoffmann. Sie glaubten an das „Gesamtkunstwerk“, bei dem selbst eine Zuckerdose ein Meisterstück war. Es zeigt exakt, wie die Wiener Elite leben wollte: umgeben von erstklassigem Design in jedem Winkel des Hauses.
Das Gebäude

Die Architektur setzt ein Zeichen, noch bevor man die Tickets für das Leopold Museum kauft. Es ist ein 24 Meter hoher Block aus weißem Vratsa-Kalkstein, der aus der Donau gewonnen wurde. Der helle Stein ist ein bewusster, stiller Kontrast zur prunkvollen, kaiserlichen Architektur der nahegelegenen Hofburg. Im Inneren dreht sich alles um das Licht. Ein 19 Meter hohes Glasatrium bildet das Rückgrat des Gebäudes und sorgt dafür, dass man nie die Orientierung verliert. Sie gehen auf massivem Eichenparkett und entdecken Messingdetails, die edel, aber nicht protzig wirken. Die Architekten haben auch bei der Präsentation der Kunst mitgedacht: Die oberen Stockwerke nutzen lange Fensterbänder, um das natürliche Wiener Sonnenlicht einzufangen, während im Untergeschoss High-Tech-Lichtdecken die empfindlichen Papierarbeiten schützen. Ob Sie ein fragiles Schiele-Aquarell oder ein massives Klimt-Ölgemälde betrachten – die Beleuchtung ist chirurgisch präzise. Es ist eine funktionale, wunderschöne Maschine zur Kunstbetrachtung.
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bus tourWichtige Tipps für Besucher
- Den Massen entgehen
Besuchen Sie die Schiele-Galerien an einem Wochentag vormittags. Die Stille hilft dabei, die Kunst wirklich zu spüren.
- Rucksäcke einschließen
Versuchen Sie nicht, Ihren Rucksack mit hineinzunehmen. Das Sicherheitspersonal schickt Sie direkt zur Garderobe oder zu den Schließfächern.
- Schilder beachten
Fotos mit dem Handy sind erlaubt, aber Blitzlicht ist streng verboten. Einige Leihgaben dürfen gar nicht fotografiert werden.
- Entspannen im Café Leopold
Der expressionistische Flügel ist schwere Kost. Gönnen Sie sich danach einen Kaffee, um die Eindrücke zu verarbeiten.
- Karte vorzeigen
Wenn Sie eine Vienna City Card haben, zeigen Sie diese an der Kassa vor. Sie erhalten einen ordentlichen Rabatt auf den Eintritt.
- Nach oben schauen
Die Terrasse der MQ Libelle auf dem Dach ist kostenlos zugänglich. Es ist der beste Panoramablick im MuseumsQuartier.
Beste Reisezeit
"Ideal ist ein Mittwoch um 10:00 Uhr. Vermeiden Sie Wochenenden im Sommer, es sei denn, Sie möchten um den besten Blick auf „Wally“ kämpfen."
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Häufig gestellte Fragen
Wie erreiche ich das Leopold Museum mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Ist Fotografieren im Leopold Museum erlaubt?
Was gibt es in der Nähe des Leopold Museums noch zu sehen?
Gibt es Verpflegungsmöglichkeiten im oder am Leopold Museum?
Welcher Künstler wird am stärksten mit dem Leopold Museum assoziiert?
Darf ich einen Rucksack mit in das Leopold Museum nehmen?
Welchen Architekturstil hat das Gebäude des Leopold Museums?
Eignet sich das Leopold Museum für einen Regentag in Wien?
Wie sind die Öffnungszeiten von Leopold Museum?
Wie viel kostet der Eintritt bei Leopold Museum?
Wie viel Zeit sollte ich für Leopold Museum einplanen?
Ist Leopold Museum barrierefrei zugänglich?
Auf einen Blick

Das Viertel
7. Bezirk: Neubau
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