
Neubau
7. Bezirk
About the District
Neubau, der 7. Wiener Gemeindebezirk, ist der Ort, an dem imperiale Erhabenheit auf moderne Coolness trifft. Zwischen der Ringstraße und dem Gürtel gelegen, beherbergt er sowohl das riesige MuseumsQuartier als auch die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen des Spittelberg. Hier befindet sich die zweitgrößte Fußgängerzone der Stadt – eine ruhige Auszeit von der touristischen Inneren Stadt. Einheimische nennen das Viertel wegen der kreativen, bürgerlich-bohemianischen Bewohner oft „Bobo-Bezirk“. Sie sehen Biedermeierhäuser aus dem 19. Jahrhundert direkt neben Museumsbauten aus Glas und Stahl. Das ist ein ziemlicher Wandel: Im 18. Jahrhundert war dies noch ein berüchtigtes Rotlichtviertel, in das sich angeblich sogar Kaiser Joseph II. für einen Blick hineinschlich. Heute ist es der Hotspot für unabhängige Boutiquen, Kaffeeröstereien und einige der interessantesten Lokale der Stadt. Besuchen Sie Neubau, wenn Sie ein Viertel erleben wollen, das sich authentisch bewohnt anfühlt. Es ist perfekt für Reisende, die auf der Westbahnstraße nach Vintage-Kameras suchen, Egon Schieles Skizzen bewundern oder in einem Michelin-prämierten vegetarischen Restaurant ohne steifen Dresscode essen möchten.
7. Bezirk in Vienna
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Fotogalerie
Überblick & Charakter
Der Charakter von Neubau ist zweigeteilt. Auf der einen Seite steht das MuseumsQuartier (MQ), ein 90.000 Quadratmeter großes Areal in den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen. Es ist gigantisch. Im Sommer füllen sich die Höfe mit den berühmten, bunt leuchtenden Kunststoffmöbeln und werden zum riesigen Wohnzimmer der Stadt. Auf der anderen Seite liegt der Spittelberg – intim und dörflich mit schmalen Gassen und perfekt erhaltenen Biedermeierbauten. Das war nicht immer so: Früher war der Spittelberg Wiens wichtigstes Rotlichtviertel, ein raues Eck für Musiker und Handwerker. Später zogen Künstler und Intellektuelle ein und veränderten das Image. Heute ist das Viertel der Inbegriff von Gemütlichkeit, ruhig und romantisch. Im Sommer locken die Schanigärten in die Gassen, wo Locals stundenlang bei Naturwein verweilen. Es ist eine Mischung aus Hochkultur und alternativer Energie, die perfekt funktioniert.
Top-Attraktionen & Sehenswürdigkeiten
Das MuseumsQuartier ist das Gravitationszentrum des Bezirks. Das Leopold Museum, ein massiver Block aus weißem Muschelkalk, ist ein Muss – es beherbergt die weltweit größte Egon Schiele-Sammlung und viele Werke von Klimt. Gegenüber steht das mumok, ein dunkelgrauer Basaltwürfel, der wie eine Festung wirkt und Pop Art sowie Fluxus-Werke zeigt. Den besten Ausblick bietet die MQ Libelle, eine 2020 eröffnete Glas-Terrasse auf dem Dach des Leopold Museum. Entworfen von den Architekten Laurids und Manfred Ortner, bietet sie einen unglaublichen Blick über die Skyline – und der Zugang ist kostenlos. Nutzen Sie einfach die gläsernen Außenlifte (beachten Sie, dass sie dienstags und im Winter geschlossen ist). Abseits des MQ ist die Kunsthalle Wien für zeitgenössische Kunst spannend. Fotografie-Fans sollten das WestLicht in der Westbahnstraße besuchen, wo jährlich die World Press Photo Ausstellung stattfindet. Von Mitte November bis Ende Dezember ist der Spittelberg Weihnachtsmarkt in den alten Biedermeiergassen das absolute Highlight.
Essen & Trinken

Neubau hat die progressivste Food-Szene der Stadt. Meiden Sie die Touristenfallen und gehen Sie ins TIAN Bistro am Spittelberg, dem legeren Ableger des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten TIAN. Küchenchef Paul Ivic bietet vegetarische und vegane Menüs, die wirklich begeistern. Probieren Sie das „Sharing Chef's Garden“ Menü für €60. Für traditionelle Küche ist das Glacis Beisl im hinteren Teil des MuseumsQuartier ideal. Der Garten liegt im Schatten von Walnussbäumen, das Wiener Schnitzel ist perfekt und kostet ca. €18. Günstiger ist das wöchentliche Mittagsmenü für €10. Das Gasthaus Grünauer in der Hermanngasse ist ein weiteres Juwel – ein Wirtshaus in dritter Generation mit legendärem Gulasch. Den besten Burger gibt es bei XO Grill in der Neubaugasse 72 aus Dry-Aged Fleisch von alten österreichischen Milchkühen. Für den Koffein-Kick ist das Café Comet in der Kirchengasse mit lokalen Röstungen von Fürth Kaffee die beste Adresse. Drinks mit Aussicht genießen Sie im Der Dachboden, der Rooftop-Bar im 25hours Hotel – die Cocktails sind kreativ und der Blick unschlagbar.
Unterkunft
Hier erwarten Sie designorientierte Boutique-Hotels. Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in der Lerchenfelder Strasse 1-3 ist das bekannteste. Die Einrichtung folgt dem Thema Zirkus – schräg, aber charmant. Zimmer kosten zwischen €160 und €220. Direkt im Haus befinden sich das Restaurant Ribelli und die Bar Dachboden. Wer das alte Wien spüren möchte, wählt das Hotel Am Brillantengrund in einem Biedermeierbau mit mediterranem Innenhof und Vintage-Möbeln der 50er bis 80er Jahre. Die Betreiberfamilie serviert hausgemachte philippinische Küche. Die Preise liegen meist zwischen €90 und €220. Das Max Brown 7th District ist eine weitere gute Mittelklasse-Option, stilvoll und mit einem Crosley-Plattenspieler im Zimmer. Für High-End-Luxus ist das Sans Souci Hotel in der Burggasse die erste Wahl – prachtvoll, mit großem Spa und Pool, aber ohne verstaubt zu wirken.
Mobilität
Der öffentliche Verkehr im 7. Bezirk ist hervorragend. Die U-Bahn-Linien U2 und U3 sind die wichtigsten Verbindungen. Die Station Volkstheater (U2/U3) und die Station MuseumsQuartier (U2) bringen Sie direkt zum MQ und zum Spittelberg. Die Station Neubaugasse (U3) ist ideal für die Einkaufsstraßen. Wien nutzt ein offenes System ohne Schranken, aber Schwarzfahren wird teuer – es gibt häufig Kontrollen. Ein Einzelticket kostet €3.20 (im Ticketautomaten, in Trafiken oder via WienMobil App). Direkt in der Straßenbahn kostet es €3.40. Eine 24-Stunden-Karte kostet €10.20, ein digitales 7-Tage-Ticket €25.20. Trotz des guten Netzes sollten Sie zu Fuß gehen: Der Spittelberg ist fast komplett autofrei und lässt sich so am besten erkunden. Auch das Fahrrad ist eine Option – viele Hotels, wie das 25hours Hotel, bieten Leihräder an.
Shopping & Märkte
Shopping in Neubau ist das Gegenteil der Luxusmeilen im 1. Bezirk. Die Mariahilfer Straße bildet die geschäftige Südgrenze mit allen großen Ketten. Die wahren Schätze finden sich jedoch in den Seitenstiften: Kirchengasse und Zollergasse sind die Hotspots für unabhängige Mode, nachhaltige Labels und lokalen Schmuck. Die Westbahnstraße ist weltberühmt für Fotografie und beherbergt zahlreiche Kamerageschäfte, darunter einen Leica Store – ein Wallfahrtsort für Liebhaber seltener Vintage-Ausrüstung. Bei den Märkten sticht der Spittelberg Weihnachtsmarkt (Mitte November bis Weihnachten) hervor. Hier gibt es keinen Massenplastik, sondern hochwertiges Kunsthandwerk und Bio-Kulinarik. Für Lebensmittel ist Herr Karl ein Tipp – ein lokaler Feinkostladen mit einer großartigen Auswahl an regionalem Käse und Fleisch.
Sicherheit & Praktische Tipps
Wien ist ausgesprochen sicher, das gilt auch für den 7. Bezirk. Sie können bedenkenlos um 3 Uhr morgens nach Hause spazieren. Die einzige Vorsicht gilt Taschendieben, die im Sommer im MuseumsQuartier und im Winter auf den Weihnachtsmärkten aktiv sind. Ganz wichtig: Entwerten Sie Ihr Ticket. Da es keine Schranken gibt, wird das oft vergessen. Nutzen Sie die blauen Entwerter-Säulen bei den Stationseingängen oder in der Straßenbahn. Ohne entwertetes Ticket droht bei Kontrollen eine Strafe von €100. Mit der WienMobil App ist es einfacher, da Tickets automatisch aktiviert werden. In Restaurants und Geschäften ist ein kurzes „Grüß Gott“ oder „Hallo“ sowie ein „Auf Wiedersehen“ beim Gehen üblich. Trinkgeld gibt man etwa 5% bis 10%, aber lassen Sie das Geld nicht auf dem Tisch liegen. Sagen Sie der Bedienung beim Bezahlen den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld. Übrigens: Das Leitungswasser kommt aus den Alpen und ist hervorragend – sparen Sie sich das Geld für Flaschenwasser.
Top-Attraktionen
Übernachtungsmöglichkeiten
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