
Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok)
Museum
Über das Erlebnis
Ein massiver, fensterloser Block aus dunkler Basaltlava thront mitten im barocken Innenhof des MuseumsQuartier. Das ist das MUMOK. Das von Ortner & Ortner entworfene Gebäude wirkt, als wäre ein Meteorit in die ehemaligen kaiserlichen Stallungen eingeschlagen – kantig, grau und unübersehbar. Tritt man ein, wandelt sich die Atmosphäre sofort: Das Innere ist ein helles, weißwandiges Refugium, das von einem gewaltigen Atrium mit Glasdach durchschnitten wird. Auf 5.000 Quadratmetern Fläche erwartet Sie alles von hochkonzeptionellen Installationen bis hin zu den Schwergewichten der Moderne. Seit den 1980er-Jahren bilden die Schenkungen von Peter und Irene Ludwig das Herzstück der Sammlung und machen das Haus zu einem globalen Ziel für alle, denen Kunst des 20. Jahrhunderts am Herzen liegt. Neben Klassikern wie Warhol und Picasso bildet das Archiv des Wiener Aktionismus die eigentliche Seele des Ortes – eine radikale Bewegung der 1960er-Jahre, die Performance-Kunst an ihre Grenzen trieb. Es ist provokant und gelegentlich unbequem. Verlassen Sie das Haus nicht, ohne das oberste Stockwerk besucht zu haben: Ein einziges Panoramafenster durchbricht hier die Steinhülle und bietet einen scharfen Blick auf Wiens historische Dächer, eingerahmt von den kühlen, modernen Kanten des Museums.
Fotos









Geschichte & Bedeutung

Das MUMOK begann sein Dasein 1962 als „20er Haus“ in einem Pavillon, der von der Brüsseler Weltausstellung übrig geblieben war. Gründungsdirektor Werner Hofmann baute in den frühen Jahren einen seriösen Ruf für die Moderne auf. Richtig spannend wurde es 1981: Das deutsche Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig schenkte der Stadt ein riesiges Konvolut an Pop Art, was zur Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung führte. Dieses Geschenk änderte alles und zwang das Museum, größere Räumlichkeiten zu suchen. Nach Stationen im Schweizergarten und im Palais Liechtenstein fand es schließlich sein dauerhaftes Zuhause. Am 15. September 2001 eröffnete der heutige Basaltkubus im MuseumsQuartier – das letzte Puzzleteil, das den ehemaligen Marstall-Komplex in eines der größten Kulturzentren der Welt verwandelte.
Die Sammlungen

Dieser Ort beherbergt rund 10.000 Werke von 1.600 Künstlern – ein Schwergewicht der mitteleuropäischen modernen Kunst. Das Museum begann in den Sechzigern mit dem Erwerb von Werken der Klassischen Moderne, daher sehen Sie hier viel von Paul Klee, Kandinsky und Piet Mondrian. Das eigentliche Kernstück der Sammlung bilden jedoch die Erwerbungen Ludwig und Hahn. Diese verschoben den Fokus auf die lautstarke, wilde Avantgarde der 1960er-Jahre. Beim Rundgang stoßen Sie auf Warhols „Orange Car Crash“ und Claes Oldenburgs „Mouse Museum“. Es geht aber nicht nur um die großen Namen. Das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien ist der Hauptbewahrer des Wiener Aktionismus. Diese Bewegung der 1960er war brutal, viszeral und absolut einzigartig für Österreich. Zwischen den Skizzen von Günter Brus und den Relikten von Hermann Nitsch erhalten Sie einen ungeschönten Einblick, wie diese Künstler die gesellschaftlichen Mauern der Nachkriegszeit einrissen. Es ist eine gewaltige, sich ständig weiterentwickelnde Erzählung darüber, wie die Kunst radikal wurde.
Das Gebäude

Das Gebäude ist ein Statement. Eine Hülle aus 13.000 Platten aus dunkelgrauem Vulkangestein, die wirkt, als würde sie im Boden versinken. Die Architekten Ortner & Ortner wollten sich nicht an die umliegenden Barockpaläste anpassen, sondern einen Kontrast schaffen. Das geschwungene Dach und der zurückgesetzte Sockel verleihen ihm eine schwere, planetarische Anmutung. Doch lassen Sie sich vom dunklen Äußeren nicht täuschen: Innen ist alles Licht. Der Zugang erfolgt über eine massive Treppe auf halber Gebäudehöhe. Ein zentrales Atrium flutet den Kern mit Tageslicht, das von Terrazzoböden und weißen Wänden reflektiert wird. Die Galerien sind riesig – wir sprechen von fünf Meter hohen Decken ohne störende Säulen. Es ist ein flexibler Raum für alles von winzigen Skizzen bis zu massiven Skulpturen. Achten Sie auf das „architektonische Easter Egg“ im obersten Stock: Dieses einzige Panoramafenster ist ein genialer Schnitt durch den Basalt, der den Blick auf die Kuppeln der Stadt freigibt.
Sehenswerte Exponate

Das Programm wechselt oft, aber einige Säulen bleiben bestehen. Pop Art ist der große Publikumsmagnet. Oldenburgs Soft-Sculptures sind Klassiker, die den Blick auf Alltagsgegenstände verändern. Der leuchtende Comic-Stil von Roy Lichtenstein prägt meist die oberen Etagen. Wenn Sie es intellektueller mögen, besuchen Sie die Sektionen für Konzeptkunst und Minimalismus mit Namen wie Joseph Beuys, Yoko Ono und Nam June Paik. Hier zählt die Idee mehr als das Bild – die Untergeschosse sind mit ihrer Ruhe perfekt dafür geeignet. Und dann ist da noch der Aktionismus, aus gutem Grund der berühmteste Teil des Museums. Diese Exponate dokumentieren mit Fotos und Performance-Relikten eine Zeit, in der österreichische Kunst wirklich gefährlich war. Ein historischer Schlag in die Magengrube, den man nirgendwo sonst findet.
Touren & Erlebnisse in der Nähe
Erstklassige Touren und Erlebnisse mit Start nahe Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok).
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day tripWichtige Tipps für Besucher
Fangen Sie oben an. Nehmen Sie den Glasaufzug in den obersten Stock und arbeiten Sie sich über die offenen Treppen nach unten, um die Galerien in der richtigen Reihenfolge zu sehen.
Suchen Sie das große Fenster. Es gibt nur eine einzige große Öffnung in dieser Festung aus Stein, gelegen im obersten Stock. Es ist das beste Fotomotiv im Gebäude.
Gehen Sie in den Untergrund. Die Ebenen -1 bis -3 werden oft übersehen, beherbergen aber meist die schrägste Videokunst und massive zeitgenössische Werke.
Pause im Café Charly. Kehren Sie in dieses schicke Lokal nahe dem Eingang für eine schnelle Melange ein. Es ist aus gutem Grund ein lokaler Favorit.
Münzen für die Schließfächer mitbringen. Große Taschen dürfen nicht mit hinein. Umgehen Sie die Schlange an der Garderobe und nutzen Sie die Schließfächer im Untergeschoss mit einer 1- oder 2-Euro-Münze.
Einen Film ansehen. Das MUMOK Kino wurde vom Künstler Heimo Zobernig gestaltet. Es ist ein dunkler, präziser Raum für Avantgarde-Filme mit Tiefgang.
Beste Reisezeit
"Kommen Sie an einem Dienstag oder Mittwoch um 10:00 Uhr. So haben Sie die riesigen Galerien und die Warhol-Siebdrucke für sich, bevor die Schulklassen eintreffen."
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Häufig gestellte Fragen
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum MUMOK?
Was kann man in der Nähe des MUMOK unternehmen?
Ist Fotografieren in den MUMOK-Galerien erlaubt?
Wo kann man in der Nähe des MUMOK gut essen?
Warum sieht das MUMOK-Gebäude wie ein dunkler Steinblock aus?
Gibt es im MUMOK Schließfächer oder eine Garderobe?
Benötige ich ein Ticket, um die Architektur des MUMOK zu sehen?
Ist das MUMOK ein guter Ort für Familien mit Kindern?
Wie sind die Öffnungszeiten von Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok)?
Wie viel kostet der Eintritt bei Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok)?
Wie viel Zeit sollte ich für Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) einplanen?
Ist Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok) barrierefrei zugänglich?
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7. Bezirk: Neubau
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