
Stephansdom
Kirche
Über das Erlebnis
St. Stephen's Cathedral ist das gezackte Kalksteinherz von Vienna. Dieser gotische Riese dominiert die Innere Stadt und wird von den Einheimischen nach seinem massiven Südturm einfach nur „Steffl“ genannt. Er ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern ein Symbol für den österreichischen Kampfgeist. Schauen Sie hinauf zum Dach, um 230.000 glasierte Ziegel zu sehen, die ein riesiges Mosaik des habsburgischen Doppeladlers bilden – ein geometrisches Farbspektakel, das jedes andere Dach der Stadt in den Schatten stellt. Bevor Sie hineingehen, sollten Sie das Riesentor und die romanischen Heidentürme besichtigen. Diese Überreste aus dem 12. Jahrhundert beweisen, dass die Kirche schon lange vor den gotischen Spitzen existierte. Im Inneren ist die Luft kühl und duftet nach altem Stein und Weihrauch. Hohe Rippengewölbe strecken sich zur Decke, während das Licht in langen, staubigen Strahlen durch die Glasmalereien fällt. Verpassen Sie nicht die steinerne Kanzel: Am Fuß findet sich der „Fenstergucker“, ein freches Selbstporträt des Bildhauers, der aus einem gemeißelten Rahmen lugt. Das Hauptschiff können Sie kostenlos begehen, aber die wahren Geheimnisse liegen im Verborgenen. Steigen Sie in die Katakomben hinab, um zu sehen, wo Erzbischöfe und Könige in der Dunkelheit ruhen. Wenn Ihre Beine fit sind, erklimmen Sie die 343 Stufen des Südturms. Belohnt werden Sie mit einem 360-Grad-Blick über die Stadt, wobei das Parlament und die Danube in der Ferne schimmern. Wer es bequemer mag, nimmt den Aufzug im Nordturm zur Pummerin, einer gewaltigen Glocke, die nur zum Jahreswechsel läutet.
Fotos











Geschichte & Bedeutung

Der Bau begann 1137 nach dem Vertrag von Mautern, die erste Kirche wurde 1147 geweiht. Brände sind hier ein wiederkehrendes Thema: Ein gewaltiges Feuer im Jahr 1258 machte den Weg frei für die spätromanischen Merkmale, die man heute noch sieht, wie das Riesentor. Herzog Rudolf IV. erhöhte 1359 den Einsatz und legte den Grundstein für das gotische Langhaus, das wir heute kennen. Bis 1433 wurde der 136 Meter hohe Südturm schließlich fertiggestellt. Der Nordturm wurde nie ganz vollendet und erhielt 1579 eine Renaissance-Haube. Dieses Gebäude hat alles miterlebt: Mozart heiratete hier 1782, und seine Trauerfeier fand 1791 in denselben Gängen statt. Die dunkelste Stunde schlug im April 1945. Straßenkämpfe im Zweiten Weltkrieg lösten einen Brand aus, der das Dach und die ursprüngliche Pummerin-Glocke vernichtete. Doch die Wiener gaben nicht auf. Sie bauten alles in sieben Jahren wieder auf und öffneten die Tore 1952 erneut – ein Symbol des Widerstands gegen die Zerstörung des Krieges.
Das Innere & die Kunst

Sobald man das Langhaus betritt, wird man von der Dimension überwältigt. Massive gotische Pfeiler ragen empor in ein Netz aus steinernen Rippen. Es ist still, schwer und unbestreitbar grandios. Das Licht ändert sich stündlich: Die Morgensonne trifft den Altar, während der späte Nachmittag einen stimmungsvollen, kaleidoskopischen Glanz auf den Boden zaubert, wenn die Sonne durch die bunten Fenster fällt. Halten Sie an der steinernen Kanzel aus dem 16. Jahrhundert inne – ein Meisterwerk spätgotischer Detailarbeit. Anton Pilgram hat wahrscheinlich diese lebensechten Büsten der Kirchenväter geschnitzt. Betrachten Sie den Handlauf: Man sieht steinerne Kröten und Eidechsen, die einen kleinen Krieg zwischen Gut und Böse führen. Ganz unten streckt der „Fenstergucker“ seinen Kopf aus einem gemeißelten Steinfenster. Es ist ein seltener Moment mittelalterlichen Humors in einem sehr ernsten Raum. Im hinteren Teil ragt der Hochaltar von Tobias Pock auf. Er ist reiner Barock von 1647 und zeigt die Steinigung des Heiligen Stephanus in einem massiven Marmorrahmen. Wenn Sie das Gesamtticket haben, suchen Sie das Grabmal Kaiser Friedrichs III. aus rotem Marmor. Es dauerte Jahrzehnte, es zu behauen, und es bleibt eines der beeindruckendsten königlichen Monumente Europas.
Religiöse Bedeutung

Dies ist der Sitz des Erzbischofs von Vienna und das absolute Zentrum des österreichischen Katholizismus. Es ist in erster Linie eine lebendige Kirche und erst in zweiter Linie eine Touristenattraktion. Man hört das leise Summen der täglichen Messe und sieht Einheimische, die dünne Bienenwachskerzen an den Seitenaltären entzünden. Der Duft von Weihrauch liegt fast permanent in der Luft. Das wichtigste spirituelle Objekt hier ist die Máriapócs-Ikone. Es ist ein byzantinisches Marienbild aus dem 17. Jahrhundert, das in einem kleinen ungarischen Dorf angeblich echte Tränen geweint hat. Kaiser Leopold I. ließ es hierher bringen, und noch heute versammeln sich Menschen davor, um für Wunder zu beten. Unter den Dielen wird es archaischer: Die Katakomben beherbergen die Herzogsgruft, in der die inneren Organe der Habsburger in Bronzegefäßen aufbewahrt werden – eine eigenwillige, tief verwurzelte Tradition. Weiter hinten in den Ossuarien lagern die Knochen tausender Pestopfer und Bürger, ordentlich gestapelt in der Dunkelheit. Es ist eine deutliche Erinnerung an die Sterblichkeit direkt unter der Pracht des Hochaltars.
Musik & Konzerte

Musik ist tief im Stein von St. Stephen's Cathedral Vienna verwurzelt. Die Akustik ist weitläufig und hallend, perfekt für die gewaltigen Chorwerke, die hier seit dem Mittelalter aufgeführt werden. Joseph Haydn sang hier als Chorknabe, und Mozart wurde kurz vor seinem Tod zum stellvertretenden Dommusikdirektor ernannt. Heute wird diese Tradition mit einem dichten Programm an Abendkonzerten fortgesetzt. Man kann Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ oder Mozarts „Requiem“ unter den gotischen Gewölben erleben. Es ist eine atmosphärische Art, den Abend zu verbringen, besonders wenn die Kirche gedämpft beleuchtet ist. Der Star der Show ist die Riesenorgel. Sie hat über 12.000 Pfeifen und wurde vor Kurzem in ihrer vollen, donnernden Pracht restauriert. Wenn während Ihres Aufenthalts ein Orgelkonzert stattfindet, sollten Sie es besuchen. Zu spüren, wie die Basstöne in der Brust vibrieren, während man an die Rippendecke starrt, ist ein Wiener Erlebnis der Extraklasse. Prüfen Sie den Zeitplan für St. Stephen's Cathedral Tickets im Voraus, da die besten Plätze für die Advents- und Sommerserien schnell ausverkauft sind.
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day tripWichtige Tipps für Besucher
- **Südturm besteigen
** Die 343 Stufen sind eng, gewunden und bringen Sie außer Atem. Die Aussicht von der Spitze des „Steffl“ ist die beste im Bezirk und jeden Tropfen Schweiß wert.
- **Mit dem Lift zur Pummerin
** Überspringen Sie die Treppen und nehmen Sie den Aufzug im Nordturm. Sie sehen die 21 Tonnen schwere Glocke und erhalten einen Blick aus der Vogelperspektive auf das bunte Ziegeldach.
- **Katakomben-Führung machen
** Man darf das Untergeschoss nicht alleine erkunden. Führungen starten alle 30 Minuten am Eingang. Prüfen Sie bei der Ankunft die Tafel für den nächsten Termin.
- **Ein Abendkonzert buchen
** Mozart und Vivaldi wirken in einer Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert ganz anders. Die Akustik ist gewaltig. Ziehen Sie sich im Winter warm an, da der Stein die Kälte speichert.
- **Auf die Uhrzeit achten
** Besichtigungen sind während der Messen eingeschränkt. Planen Sie das Fenster von 9:00 bis 11:30 Uhr oder von 13:00 bis 16:30 Uhr ein, um sicherzustellen, dass Sie den Altar wirklich sehen können.
Beste Reisezeit
"Kommen Sie an einem Dienstag oder Mittwoch um 9:00 Uhr, um den Reisegruppen zu entgehen. Der späte Nachmittag ist ideal für Fotografen, wenn die tiefstehende Sonne auf die Glasmalereien trifft."
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Häufig gestellte Fragen
Wie erreiche ich St. Stephen's Cathedral mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Gibt es eine Kleiderordnung für den Besuch von St. Stephen's Cathedral?
Darf ich in St. Stephen's Cathedral fotografieren?
Wo kann man in der Nähe von St. Stephen's Cathedral gut essen?
Welche anderen Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe von St. Stephen's Cathedral?
Was macht das Dach von St. Stephen's Cathedral so besonders?
Finden in St. Stephen's Cathedral klassische Konzerte statt?
Warum nennen die Wiener St. Stephen's Cathedral „Steffl“?
Wie sind die Öffnungszeiten von Stephansdom?
Wie viel kostet der Eintritt bei Stephansdom?
Wie viel Zeit sollte ich für Stephansdom einplanen?
Ist Stephansdom barrierefrei zugänglich?
Auf einen Blick

Das Viertel
1. Bezirk: Innere Stadt
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