Peterskirche

Peterskirche

Kirche

1. Bezirk – Innere StadtKostenlos

Über das Erlebnis

Lassen Sie sich nicht von der engen Außenfassade täuschen. Eingequetscht in eine schmale Ecke der Innere Stadt, direkt am Graben, ist die Peterskirche ein Meisterwerk barocker Inszenierung. Wenn Sie durch das schwere, unscheinbare Portal treten, erwartet Sie ein Raum, der doppelt so groß wirkt, wie das Gebäude von der Straße aus aussieht. Im Jahr 1733 von Johann Lukas von Hildebrandt fertiggestellt, war dies Wiens erster Vorstoß in die barocke Kuppelarchitektur – und das Selbstbewusstsein dafür hat man sich direkt in Rom abgeschaut. Im Inneren scheinen die Wände durch goldenen Stuck, dunklen Marmor und Fresken, die den Blick unweigerlich zur Decke ziehen, förmlich zu vibrieren. Schauen Sie hinauf in die Kuppel zu Johann Michael Rottmayrs „Krönung Mariens“, wo eine steinerne Taube im Zentrum das Sonnenlicht einfängt und das gesamte Kirchenschiff erhellt. Es ist opulent. Es ist laut. Und es ist einer der wenigen Orte in der Stadt, an dem das Drama des 18. Jahrhunderts noch völlig authentisch spürbar ist. Ob Sie für die Kunst kommen oder für eine kurze Flucht vor dem Trubel beim Shopping – es ist jede Sekunde wert.

Fotos

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Geschichte & Bedeutung

Peterskirche — historic view

Dieses Stück Boden ist wahrscheinlich die älteste Kultstätte der Stadt. Ausgrabungen an den Fundamenten legten römische Wurzeln des alten Lagers Vindobona frei, auch wenn die lokale Legende die Geschichte bevorzugt, nach der Karl der Große hier im Jahr 792 n. Chr. eine Kirche gründete. Ein Relief an der Seite des Gebäudes erinnert an diesen Anspruch. Die mittelalterliche Version der Kirche brannte 1661 nieder, woraufhin Kaiser Leopold I. den heutigen Bau als Dank für das Überstehen der Pest in Auftrag gab. Die Arbeiten begannen 1701 unter Gabriele Montani, bevor von Hildebrandt die Leitung übernahm, um das Werk zu vollenden. Als sie 1733 geweiht wurde, hatte Wien endlich seine Antwort auf die großen Kuppelkathedralen Italiens.

Interieur & Kunst

Peterskirche — Interieur & Kunst

Das Betreten der Peterskirche vienna fühlt sich an wie der Besuch einer Filmkulisse. Der Grundriss ist ein kompaktes Oval, doch die 56 Meter hohe Kuppel verleiht dem Raum eine gewaltige Atmosphäre. Das zentrale Fresko von Rottmayr ist hier der Star: Ein wirbelndes Ensemble aus Heiligen und Wolken, das zur Heiliggeisttaube in der Laterne führt. Senkt man den Blick, folgen weitere Details. Der Hochaltar von Martino Altomonte zeigt die Heilung eines Lahmen durch den Heiligen Petrus, doch die Seitenkapellen bergen die eigentlichen Überraschungen. Schauen Sie sich die Glassärge an: Hier finden Sie echte Skelette römischer Märtyrer, die aus den Katakomben geholt und von Kardinal Kollonitz in Prunkgewänder des 18. Jahrhunderts gekleidet wurden. Verpassen Sie auch nicht die Kanzel von Matthias Steinl – ein chaotisches, vergoldetes Meisterwerk der Schnitzkunst, das aussieht wie in einer Explosion erstarrt. Jeder Quadratzentimeter ist mit etwas Glänzendem, Kostbarem oder leicht Makabrem bedeckt.

Musik & Konzerte

Peterskirche — Musik & Konzerte

Die Akustik in diesem ovalen Kirchenschiff ist phänomenal. Der Klang bewegt sich hier nicht nur; er umhüllt einen förmlich. Im hinteren Teil sehen Sie die gewaltige Pfeifenorgel von 1751, geschmückt mit Blattgold und dunklem Holz. Wenn Sie auf Ihr Budget achten, kommen Sie zur „Orgel um Drei“. Dieses tägliche Rezital kostet genau null Euro, wobei ein paar Münzen im Opferstock zum guten Ton gehören. Es ist die perfekte 30-minütige Auszeit. Sobald die Sonne untergeht, ändert sich die Stimmung. Die Kirche beherbergt kostenpflichtige Abendveranstaltungen, bei denen das Classic Ensemble Vienna Klassiker von Vivaldi oder Mozart spielt – und zwar in einem Raum, der schon existierte, als diese Komponisten noch lebten. Sie können peterskirche tickets für diese Aufführungen erwerben, um das goldverzierte Interieur im Schein der Abendbeleuchtung zu erleben. Das schlägt jeden sterilen Konzertsaal um Längen.

Religiöse Bedeutung

Peterskirche — Religiöse Bedeutung

Dies ist kein Museum. Seit 1970 führen die Priester des Opus Dei hier Regie und machen die Kirche zu einer spirituellen Tankstelle in der geschäftigen Innere Stadt. Es ist eine lebendige, aktive Kirche mit einem dichten Zeitplan. Fast den ganzen Tag über finden Sie Beichtstühle mit Priestern, die in mehreren Sprachen für Gespräche bereitstehen. Auch lateinische Messen werden hier noch gefeiert. Bedenken Sie jedoch, dass der Fokus auf dem Gottesdienst liegt. Wenn Sie während einer der vielen täglichen Messen kommen, lassen Sie die Kamera in der Tasche und bleiben Sie im hinteren Bereich. Die Mischung aus Touristen, die das Gold bestaunen, und Einheimischen, die in den Bänken knien, verleiht dem Ort eine Lebendigkeit, die vielen historischen Monumenten fehlt. Es ist ein lebendiges Heiligtum, nicht nur ein Relikt der Habsburger.

Touren & Erlebnisse in der Nähe

Erstklassige Touren und Erlebnisse mit Start nahe Peterskirche.

Wichtige Tipps für Besucher

  • Erleben Sie das Orgelspiel um 15

    00 Uhr. Es ist kostenlos, die Musik ist kraftvoll und die Nachmittagssonne setzt die Kuppel perfekt in Szene.

  • Verzichten Sie auf das Weitwinkelobjektiv. Für das beste Außenfoto spazieren Sie die Jungferngasse in Richtung Graben hinunter und blicken zurück auf die grüne Kuppel.

  • Seien Sie leise und kleiden Sie sich angemessen. Es ist ein aktiver Standort des Opus Dei. Keine Hüte, keine nackten Schultern und kein Geschrei.

  • Achten Sie auf die optischen Tricks. Die Maler nutzten eine forcierte Perspektive am Kuppelansatz, um die Kirche doppelt so groß erscheinen zu lassen.

  • Schauen Sie in den Seitenaltären nach den Märtyrern. 1.700 Jahre alte Knochen zu sehen, die in Seide und Juwelen gehüllt sind, ist ein einzigartiges Wiener Erlebnis.

Beste Reisezeit

"Kommen Sie an einem Dienstag oder Mittwoch gegen 15:00 Uhr. So entgehen Sie dem Wochenendansturm und erleben das kostenlose Orgelkonzert bei idealem Lichteinfall."

Hotels in der Nähe

Boutique Hotel Am Stephansplatz

2 Min. Fußweg (176m)

Direkter Blick auf den Stephansdom mit freier Sicht auf den Steffl von den Zimmern und dem Café · Über 100 Original-Holzskulpturen des rumänischen Künstlers Daniel Bucur im gesamten Hotel

Preis ab 250 €/Nacht

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15-Meter-Innenpool im ehemaligen Tresorraum der Bank · The Bank Brasserie & Bar in der monumentalen, historischen Kassenhalle

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Preis ab 180 €/Nacht

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Restaurants in der Nähe

Häufig gestellte Fragen

Wie erreiche ich die Peterskirche mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Nehmen Sie die U-Bahn-Linien U1 oder U3 bis zur Station Stephansplatz, die nur wenige Gehminuten entfernt ist. Die Kirche liegt versteckt auf einem kleinen Platz direkt am Graben, einer der berühmtesten Fußgängerzonen Wiens.
Was ist das Besondere an der Geschichte des Standorts der Peterskirche?
Die lokale Tradition besagt, dass die ursprüngliche Kirche an diesem Ort Ende des 8. Jahrhunderts von Karl dem Großen gegründet wurde, was sie zu einer der ältesten religiösen Stätten der Stadt macht. Der heutige Barockbau wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Ersatz für dieses viel ältere Gebäude errichtet.
Gibt es empfehlenswerte Restaurants in der Nähe der Peterskirche?
In der Umgebung des Grabens finden Sie ikonische Wiener Kaffeehäuser und gehobene Bistros. Zudem sind Sie nur wenige Schritte von berühmten Bäckereien entfernt, in denen Sie nach Ihrem Besuch traditionelles Gebäck genießen können.
Gibt es eine spezielle Kleiderordnung für den Besuch der Peterskirche?
Da es sich um ein aktives Gotteshaus handelt, sollten Sie sich respektvoll kleiden und Schultern sowie Knie bedecken. Besucher werden zudem gebeten, Hüte abzunehmen und sich während des Aufenthalts ruhig zu verhalten.
Darf ich im Inneren der Peterskirche fotografieren?
Fotografieren für den privaten Gebrauch ist erlaubt, sofern Sie keinen Blitz und kein Stativ verwenden. Bitte unterlassen Sie das Fotografieren während der Gottesdienste, um eine respektvolle Atmosphäre für die Betenden zu wahren.
Wann ist die beste Tageszeit, um das Innere der Peterskirche zu fotografieren?
Besuchen Sie die Kirche an einem sonnigen Wochentag gegen 15:00 Uhr, um das Blattgold und die Fresken im Nachmittagslicht leuchten zu sehen. Zu dieser Zeit beginnen meist auch die täglichen Orgelkonzerte, was die Atmosphäre unterstreicht.
Welche anderen Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Nähe der Peterskirche?
Die Kirche ist nur einen kurzen Spaziergang von der Pestsäule, dem Stephansdom und der Hofburg entfernt. Durch die zentrale Lage lassen sich mehrere bedeutende historische Stätten an einem Vormittag besuchen.
Finden in der Peterskirche klassische Abendkonzerte statt?
Ja, die Kirche ist ein beliebter Veranstaltungsort für Abendkonzerte mit Werken von Komponisten wie Vivaldi und Mozart. Diese ticketpflichtigen Events sind für ihre besondere Atmosphäre und die exzellente Akustik des Gebäudes bekannt.
Wie sind die Öffnungszeiten von Peterskirche?
Montag-Freitag 8:00-19:00, Samstag-Sonntag 9:00-19:00
Wie viel kostet der Eintritt bei Peterskirche?
Kostenlos (Konzertkarten ca. 34 € - 64 €)
Wie viel Zeit sollte ich für Peterskirche einplanen?
Ein typischer Besuch dauert 30-60 Minuten. Kommen Sie an einem Dienstag oder Mittwoch gegen 15:00 Uhr. So entgehen Sie dem Wochenendansturm und erleben das kostenlose Orgelkonzert bei idealem Lichteinfall.
Ist Peterskirche barrierefrei zugänglich?
Das Hauptschiff ist ebenerdig und für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Erwarten Sie jedoch keinen Zugang zur Krypta oder zu den engen Choremporen.

Auf einen Blick

Eintrittspreis
Kostenlos (Konzertkarten ca. 34 € - 64 €)
ÖffnungszeitenMontag-Freitag 8:00-19:00, Samstag-Sonntag 9:00-19:00
Besuchsdauer30-60 Minuten
AdressePetersplatz 1, 1010 Wien
Telefon+43 1 5336433
BarrierefreiheitDas Hauptschiff ist ebenerdig und für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Erwarten Sie jedoch keinen Zugang zur Krypta oder zu den engen Choremporen.

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