
Albertina
Museum
Über das Erlebnis
Auf einem erhaltenen Abschnitt der alten Wiener Stadtmauer thront die Albertina – ein Ort, an dem kaiserliche Geschichte und hochkarätige moderne Kunst aufeinandertreffen. Sie finden das Museum in der Innere Stadt, nur einen kurzen Spaziergang von der Staatsoper entfernt. Einst war dies das größte Wohnpalais der Habsburger, was die Architektur eindrucksvoll unterstreicht. Wenn Sie nach oben blicken, sehen Sie den Soravia Wing: ein markantes Titandach von Hans Hollein, das über die Fassade aus dem 18. Jahrhundert ragt. Im Inneren wechselt die Atmosphäre zwischen royalem Luxus und minimalistischen Galerien. Das Haus beherbergt mit über einer Million Druckgrafiken und Zeichnungen eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt. Die meisten Besucher kommen jedoch wegen der Sammlung Batliner. Unter dem Titel „Monet bis Picasso“ zeichnet sie 130 Jahre Kunstgeschichte vom französischen Impressionismus bis zur russischen Avantgarde nach. Beschränken Sie sich aber nicht nur auf die Leinwände: Die zwanzig klassizistischen Prunkräume sind das eigentliche Highlight. Sie sind in kräftigem Gelb und Türkis gehalten und mit originalen Parkettböden ausgestattet. Besuchen Sie den Musensaal, um Apollo und seine Statuen zu bewundern, bevor Sie von der Bastei aus den Blick über den Burggarten genießen. Es ist ein absoluter Pflichttermin für jeden, der sehen möchte, wie die Habsburger lebten, während er einen Renoir betrachtet.
Fotos










Geschichte & Bedeutung

Die Albertina begann Ende des 17. Jahrhunderts als Hofkanzlei auf der Augustinerbastei. Bis 1744 baute Graf Silva-Tarouca sie zu einem Palais um. Später zog Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen mit seiner Frau Marie-Christine ein; sie begannen 1776 mit dem Sammeln grafischer Kunstwerke, was 1805 zum Grundstock des Museums wurde. Jahrelang war das Haus ein Machtzentrum der Habsburger – so residierte hier etwa Erzherzog Karl, nachdem er Napoleon bei Aspern-Eßling besiegt hatte. Im Jahr 1945 wurde das Gebäude durch alliierte Bomben fast dem Erdboden gleichgemacht. Der Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte. Eine umfassende Renovierung im Jahr 2003 fügte den modernen Eingang hinzu, den man heute sieht, und verband die kaiserliche Substanz endgültig mit modernem Design des 21. Jahrhunderts.
Die Sammlungen

Die schiere Menge an Kunst hier ist überwältigend. Den Anfang macht die grafische Sammlung. Herzog Albert Kasimir gab 1776 den Startschuss, heute lagern 65.000 Zeichnungen und eine Million Druckgrafiken im Archiv. Man bekommt sie nie alle auf einmal zu sehen – Papier ist lichtempfindlich, daher zeigt das Museum sie in wechselnden Ausstellungen. Mit etwas Glück sehen Sie Meister der Renaissance oder des Barock an den Wänden. Der eigentliche Anker ist die Sammlung Batliner. Seit ihrer Ankunft im Jahr 2007 ist die Albertina in Wien ein Kraftzentrum der Moderne. Beim Rundgang erlebt man die 130-jährige Evolution der europäischen Szene: von der Sanftheit eines Monet oder Degas bis zu den harten, kantigen Linien des deutschen Expressionismus und der russischen Avantgarde. Zudem betreut das Museum riesige Foto- und Architekturarchive. Zusammen mit der Albertina Modern wird jede wichtige Strömung vom 15. Jahrhundert bis heute abgedeckt. Ein Muss für jeden, dem Kunst wirklich etwas bedeutet.
Das Gebäude

Dieser Ort ist ein architektonischer Schichtkuchen. Er thront auf der Augustinerbastei, einem der wenigen Reste der alten Stadtbefestigung, die nicht abgerissen wurden. Diese erhöhte Lage verleiht dem Museum seine imposante Präsenz über der Straße. Ein Jahrhundert lang war es das größte Wohnpalais der Habsburger. Dieses Gewicht spürt man noch heute in den zwanzig Prunkräumen im ersten Stock. Das sind keine Nachbildungen, sondern Originalräume mit Blattgold, Kristalllüstern und Möbeln des Empire. Besonders prunkvoll sind das Spanische Appartement und das Goldkabinett. Die Renovierung durch Hans Hollein im Jahr 2003 setzte jedoch neue Maßstäbe: Er ergänzte den „Soravia Wing“, ein 64 Meter langes Titandach, das über der klassischen Fassade in der Luft schwebt. Eine mutige, futuristische Entscheidung. Manche Wiener hassen es, andere lieben es. In jedem Fall prägt es die Silhouette und erinnert daran, dass Wien kein reines Museum der Vergangenheit ist.
Must-See Exponate

Ignorieren Sie alle Ablenkungen und gehen Sie direkt zu „Monet bis Picasso“. Es ist das Herzstück des Museums. Hier hängen Monets Seerosen, Degas' Tänzerinnen und Renoirs Porträts nur wenige Meter voneinander entfernt. Die Picasso-Auswahl ist ebenso stark und deckt alles ab – vom frühen Kubismus bis zum späten Surrealismus. Nach der Moderne sollten Sie im Musensaal in die Vergangenheit reisen: ein riesiger, opulenter Speisesaal mit Stuckmarmor und Statuen des Apollo. Ein Raum, in dem sich die eigene Wohnung wie ein Schuhkarton anfühlt. Und dann ist da die Grafik. Die großen Namen sind Dürers „Feldhase“ und seine „Betenden Hände“. Sie sind weltberühmt für ihren Wahnsinnsdetailgrad. Meist lagern sie in dunklen, klimatisierten Tresoren, um nicht zu verblassen, doch das Museum zeigt oft perfekte Faksimiles. Wenn die Originale für Sonderausstellungen herausgeholt werden, bilden sich Schlangen – aber das Warten lohnt sich.
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bus tourWichtige Tipps für Besucher
- Das Timing ist alles
Erscheinen Sie pünktlich um 10:00 Uhr oder nutzen Sie die Abendstunden am Mittwoch und Freitag. Nach 18:00 Uhr verschwinden die Menschenmassen bei „Monet bis Picasso“.
- Nutzen Sie den Guide
Investieren Sie die paar Euro extra für den Smartphone-Audioguide. Nur so lassen sich die Übergänge der modernen Kunst und die Palastdramen in den Prunkräumen wirklich verstehen.
- Der Terrassenblick
Stellen Sie sich auf die Plattform unter dem Hollein-Dach, bevor Sie Ihre Tickets kaufen. Es ist das beste Fotomotiv der Stadt mit Blick auf die Staatsoper und das Hotel Sacher.
- Achten Sie aufs Wetter
Bei starkem Regen oder privaten Veranstaltungen können die Prunkräume zum Schutz der Böden gesperrt sein. Fragen Sie am Empfang nach, bevor Sie bezahlen.
- Reisen Sie mit leichtem Gepäck
Rucksäcke sind nicht erlaubt. Gehen Sie direkt zu Ebene -1 und nutzen Sie die kostenlosen Schließfächer, statt Ihre Ausrüstung zu schleppen.
Beste Reisezeit
"Besuchen Sie das Museum an einem Wochentag vor 11:00 Uhr morgens. Für eine stimmungsvollere Atmosphäre eignen sich die Mittwoch- und Freitagabende, an denen es ruhiger ist und länger offen bleibt."
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Häufig gestellte Fragen
Wo ist der beste Ort für Fotos bei der Albertina?
Welche anderen Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe der Albertina?
Wie erreiche ich die Albertina mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Gibt es Gastronomie in der Albertina?
Ist die Albertina ein ehemaliges Palais?
Gibt es eine Kleiderordnung für den Besuch der Albertina?
Welche Art von Kunst wird in der Albertina ausgestellt?
Ist die Albertina ein gutes Ziel bei Regen?
Wie sind die Öffnungszeiten von Albertina?
Wie viel kostet der Eintritt bei Albertina?
Wie viel Zeit sollte ich für Albertina einplanen?
Ist Albertina barrierefrei zugänglich?
Auf einen Blick

Das Viertel
1. Bezirk: Innere Stadt
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