
Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz
Weihnachtsmarkt
Über diese Veranstaltung
Dies ist das ultimative Wiener Wintererlebnis. Von Mitte November bis Ende Dezember legt die Hauptstadt ihre kaiserliche Zurückhaltung ab und verwandelt sich in ein gigantisches, leuchtendes Fest, das über drei Millionen Menschen anzieht. Es gibt zwar rund zwanzig Märkte in Schlosshöfen und auf Plätzen, aber das absolute Highlight ist der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz. Vor der Kulisse der neugotischen Türme des Rathaus schlägt er genau die Brücke zwischen imposanter Größe und lokaler Herzlichkeit. Sobald Sie den beleuchteten Torbogen am Eingang durchschreiten, sind Sie mittendrin. Die Luft duftet nach gerösteten Kastanien und dampfenden Kesseln mit Glühwein. Mehr als 150 Holzstände bilden ein Dorf auf Zeit, in dem von mundgeblasenem Glas bis hin zu regionalen Snacks alles verkauft wird. Halten Sie Ausschau nach dem riesigen Weihnachtsbaum in der Mitte – ein jährliches Geschenk aus einem anderen österreichischen Bundesland. Doch es geht nicht nur um die Stände: Der angrenzende Rathauspark lockt mit einem Karussell, einem Rentierzug und dem berühmten Herzerlbaum für das perfekte Foto. Wenn die Sonne untergeht, verwandelt sich der Park in ein Labyrinth aus Lichtpfaden und Krippenszenen. Rechnet man noch den Wiener Eistraum dazu, dessen Schlittschuhbahnen sich durch die Bäume schlängeln, erhält man ein Winterfestival, das seinem Ruf mehr als gerecht wird.
Geschichte
Wien hat das nicht einfach für Touristen erfunden. Die Stadt veranstaltet bereits seit 1296 Wintermärkte, als Herzog Albrecht I. den Bürgern die Erlaubnis für einen 14-tägigen „Krippenmarkt“ gab, um sich für die Kälte einzudecken. Im 16. Jahrhundert entwickelte er sich zum „Thomasmarkt“, der auch Spielzeug und Leckereien anbot. Über die Jahrhunderte wanderte der Markt durch die Stadt, von der Freyung im Jahr 1772 bis zum Platz Am Hof im Jahr 1842, wo sich schließlich der Name „Christkindlmarkt“ durchsetzte. Seinen heutigen, spektakulären Platz am Rathausplatz fand er erst 1975. Heute gilt er als Goldstandard für Wiener Weihnachtsmärkte und verbindet mittelalterliche Wurzeln mit einer hochmodernen, festlichen Inszenierung.
Essen & Trinken

Essen ist hier ein Erlebnis für sich. Der Klassiker ist ein Häferl Glühwein, ein heißer, gewürzter Rotwein mit Zimt und Nelken. Wenn Sie etwas Stärkeres suchen, probieren Sie den Weihnachtspunsch. Es gibt ihn in Sorten wie Bratapfel oder Beere, meist mit einem kräftigen Schuss Rum. Für Kinder gibt es alkoholfreien Kinderpunsch. Beim Essen sollten Sie Ihrer Nase folgen: Die Käsekrainer – eine Schweinswurst gefüllt mit schmelzendem Käse – setzt Maßstäbe für alle anderen Würste. Beliebt ist auch Gulasch im ausgehöhlten Brotlaib, die cleverste Art, sich warmzuhalten. Lassen Sie sich das Lángos nicht entgehen, ein riesiges Stück frittierter Teig, mit Knoblauch eingerieben. Es ist fettig, salzig und einfach perfekt. Falls noch Platz ist, suchen Sie nach Kaiserschmarrn (zerrupfte Pfannkuchen mit Zwetschkenröster) oder einem über offener Glut gedrehten Baumkuchen. Der ultimative winterliche Zuckerschock.
Shopping & Handwerk

Ignorieren Sie den billigen Plastikkram und suchen Sie nach echtem Handwerk. In den Holzhütten am Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz finden Sie echte Kunsthandwerker. Es gibt handbemalte Glaskugeln (die viel Luftpolsterfolie für den Koffer brauchen) und Strohsterne, die so aussehen, als würden sie seit einem Jahrhundert auf die gleiche Weise hergestellt. Die Holzarbeiten sind erstklassig, besonders die Krippenfiguren aus Tirol. Aber es gibt nicht nur Baumschmuck: Halten Sie Ausschau nach Ständen mit schweren Alpaka-Schals, Lammfellhausschuhen und Walkmützen. Diese sind für die Alpen gemacht und halten jedem Arbeitsweg stand. Auch für die Vorratskammer lässt sich hier gut einkaufen: Nehmen Sie ein Glas dunklen Waldhonig, würzigen Bergkäse oder eine Flasche hochprozentigen Marillenschnaps mit. Das sind bessere Geschenke als jede Postkarte.
Lichtshows & Unterhaltung

Die optische Inszenierung ist im besten Sinne überwältigend. Die Rathausfassade wird in wechselndes Licht getaucht, was den ganzen Platz wie eine Filmkulisse wirken lässt. Doch die wahre Magie passiert im Park. Die Bäume sind mit riesigen leuchtenden Sternen und Instrumenten geschmückt. Der Publikumsmagnet ist der Herzerlbaum, der genau das hält, was sein Name verspricht. Achten Sie nach Einbruch der Dunkelheit alle halbe Stunde auf den „Herzerlflug“. Dabei schwebt ein leuchtendes Herz an einem 75 Meter langen Seil hinunter und lässt den Baum zu Musik erstrahlen. Es ist purer Kitsch, aber man muss es einfach lieben. Statt Popmusik aus der Konserve gibt es hier echte Live-Blasmusik und Turmbläser, die von den Balkonen spielen. Wenn Sie es klassischer mögen, sind die Chöre im Rathaus exzellent und zudem kostenlos.
Anreise
Öffentlicher Nahverkehr
Nehmen Sie die Straßenbahnlinien 1, 71 oder D direkt zur Haltestelle „Rathausplatz / Burgtheater“. Beachten Sie jedoch, dass diese Linien bei extremem Andrang am Wochenende aus Sicherheitsgründen manchmal nicht dort halten. Alternativ nutzen Sie die U-Bahn-Linie U2 bis zur Station „Rathaus“ oder die Straßenbahnlinie 2 bis zur Haltestelle „Parlament“. Von beiden ist es nur ein kurzer 3-minütiger Spaziergang zum Haupteingang.
Mit dem Auto
Von der Fahrt mit dem Auto direkt in den 1. Bezirk wird aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, Straßensperren und extrem begrenzter Parkmöglichkeiten dringend abgeraten. Nutzen Sie die Wiener Park & Ride-Anlagen am Stadtrand (wie U4 Hütteldorf oder U3 Erdberg) und fahren Sie mit der U-Bahn ins Zentrum. Das nächste kostenpflichtige Parkhaus ist die BOE Garage Rathauspark.
Taxi / Fahrdienst
Lassen Sie sich in der Nähe des Burgtheaters oder des Parlaments am Ring absetzen, um die Fußgängerzonen zu meiden. Fahrdienste wie Uber und Bolt funktionieren in Wien gut, aber der Verkehr auf der Ringstraße während der Abendstoßzeit kann die Fahrtzeit und den Preis erhöhen.
Tipps
- •Die U2, die vor kurzem umfassend modernisiert wurde, bietet den effizientesten und wettergeschützten Zugang zum Gelände.
- •Sollten die Straßenbahnhaltestellen am Rathausplatz wegen Überfüllung gesperrt sein, steigen Sie einfach am Schottentor aus und genießen Sie den malerischen, 5-minütigen Spaziergang entlang des Rings.
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort
Rathausplatz
Adresse
Rathausplatz, 1010 Vienna, Austria
Tipps & Wissenswertes
Häferl-Pfand
Getränke werden in Keramiktassen serviert. Sie zahlen vorab 4 € oder 5 € Pfand. Geben Sie die Tasse zurück, um Ihr Geld zu erhalten, oder behalten Sie sie als günstiges Souvenir.
Markt-Hopping
Bleiben Sie nicht nur an einem Ort. Spazieren Sie zu den Märkten Am Hof und auf der Freyung. Sie sind kleiner, älter und wirken eher wie ein traditioneller Handwerksmarkt ohne das ganz große Gedränge.
Eislaufen vorab buchen
Die Eisbahn beim Wiener Eistraum ist fantastisch, aber die Warteschlangen sind enorm. Buchen Sie Tickets und Schlittschuhe online, um sich das Warten in der Kälte zu ersparen.
Gratiskonzerte im Rathaus
Wenn Ihre Zehen an einem Adventwochenende einfrieren, flüchten Sie ins Rathaus. Zwischen 15:30 und 19:00 Uhr treten dort internationale Chöre bei freiem Eintritt auf.
Kulinarische Entdeckungstour
Vergessen Sie ein formelles Abendessen. Snacken Sie sich durch. Holen Sie sich ein Lángos, teilen Sie sich Würstel und gönnen Sie sich zum Abschluss einen Kaiserschmarrn. Das ist günstiger und man kann alles probieren.
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Sehenswürdigkeiten
Hotels

Hotel Rathauspark Wien - Handwritten Collection
3 Min. Fußweg (242m)
Preis ab 145 € / Nacht

Radisson Blu Style Hotel, Wien
5 Min. Fußweg (431m)
Preis ab 220 € / Nacht

The Levante Parliament A Design Hotel
5 Min. Fußweg (438m)
Preis ab 130 € / Nacht





