Rathausplatz

Rathausplatz

Sehenswürdigkeit

1. Bezirk – Innere StadtKostenlos

Über das Erlebnis

Mitten im First District gelegen, ist der Rathausplatz das pulsierende, neonbeleuchtete oder eisbedeckte Herz der Stadt. Er wird von den scharfen neugotischen Türmen des Wiener Rathaus und der geschwungenen Fassade des Burgtheater gegenüber begrenzt. Dies ist nicht nur ein Stück Asphalt – es ist eine Bühne. In einem Monat ist er ein weitläufiger Weihnachtsmarkt, im nächsten eine mehrstöckige Eislandschaft, und im Sommer verwandelt er sich in ein Open-Air-Kino mit 20 verschiedenen Essensständen. Wenn Sie einen ruhigen Moment suchen, finden Sie im flankierenden Rathauspark eine Bank unter Kastanien. Doch meistens kommt man wegen des Spektakels hierher. Blicken Sie am Hauptturm empor, um den Rathausmann zu entdecken, einen eisernen Ritter, der seine Standarte 98 Meter über dem Boden hält. Es ist der beste Ort der Stadt, um das Gewicht imperialer Geschichte zu spüren, während man eine Tüte heißen Leberkäse genießt. Ob das goldene Leuchten des nahen Parlaments oder die schiere Dimension der Ziegel des Rathauses – dieser Platz definiert das Erlebnis Ringstraße.

Fotos

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Geschichte & Bedeutung

Rathausplatz — historic view

Bevor der Architekt Friedrich von Schmidt ihn in die Hände bekam, war dieses Areal das Josefstädter Glacis – ein flacher, öder Exerzierplatz, auf dem Soldaten vor den Stadtmauern drillten. Das änderte sich 1858, als die alten Befestigungsanlagen fielen, um Platz für die Ringstraße zu machen. Bürgermeister Cajetan Felder rang dem Militär das Land über Jahre ab und gewann den Standort schließlich 1870. Der Bau des Rathauses begann 1873 und verschlang rund 30 Millionen Ziegel, bis er ein Jahrzehnt später fertiggestellt wurde. Im selben Jahr wurde der Park angelegt, um die Kanten des massiven Steins zu mildern. Anfang des 20. Jahrhunderts trug er kurzzeitig den Namen des umstrittenen Bürgermeisters Dr. Karl Lueger, kehrte aber glücklicherweise 1926 endgültig zum Namen Rathausplatz zurück.

Die Architektur

Rathausplatz — Die Architektur

Der Rathausplatz ist eine Meisterklasse in Sachen Ego des 19. Jahrhunderts. Das Layout ist vollkommen symmetrisch und darauf ausgelegt, den Blick direkt von der Ringstraße zum Haupteingang des Rathauses zu lenken. Es ist ein markantes Stück Stadtplanung, das bürgerliches Selbstbewusstsein ausstrahlt. Das Wiener Rathaus selbst ist Friedrich von Schmidts neugotische Obsession, erbaut zwischen 1872 und 1883. Es wurden 40.000 Kubikmeter Naturstein benötigt. Betrachten Sie die Balkone und das Maßwerk – sie ähneln eher einer Kathedrale oder einem flämischen Rathaus als einem Verwaltungsgebäude. Und dann ist da der Rathausmann. Kaiser Franz Joseph ordnete einst an, dass kein profanes Gebäude höher sein dürfe als die 99 Meter hohe Votivkirche. Schmidt hielt sich an den Wortlaut des Gesetzes, indem er den Turm 97,9 Meter hoch baute, schummelte dann aber, indem er einen 3,4 Meter hohen Eisenritter obenauf setzte. Inklusive Standarte ist der Ritter 103 Meter hoch. Eine klassische Wiener Gesetzeslücke.

Die Umgebung

Rathausplatz — Die Umgebung

Sie stehen mitten im Machtzentrum Wiens. Direkt gegenüber dem Platz liegt das Burgtheater, das Nationaltheater, das wie ein Renaissance-Palast wirkt. Wenn Sie sich nach Süden drehen, sehen Sie die griechischen Säulen des österreichischen Parlamentsgebäudes. Es ist ein kontrastreicher Stilmix, der erstaunlich gut funktioniert. Der Rathauspark dient an beiden Seiten des Platzes als Puffer und bietet ein Labyrinth aus Brunnen und Statuen, wenn die Menschenmengen zu dicht werden. Im Schatten finden Sie Denkmäler für Walzerkönige wie Johann Strauss Vater und Joseph Lanner. Es ist ein idealer Ort für eine schnelle Espressopause. Gehen Sie zwei Minuten nach Norden, erscheint die Universität Wien, kurz darauf gefolgt von den Zwillingstürmen der Votivkirche. Alles ist durch die Linien D, 1 und 71 verbunden, was diesen Ort zum perfekten Ausgangspunkt für Besichtigungen macht.

Fotografie-Guide

Rathausplatz — Fotografie-Guide

Den Selfie-Stick können Sie hier getrost stecken lassen. Sie benötigen ein Weitwinkelobjektiv, um die Flügel des Rathauses in einem Bild einzufangen. Der beste Blickwinkel bietet sich vom östlichen Rand des Platzes, direkt beim Eingang des Burgtheater. Hier befinden Sie sich genau auf der Mittelachse für eine symmetrische Ansicht. Das Morgenlicht setzt den Park gut in Szene, aber der Rathausplatz erwacht erst zur blauen Stunde richtig zum Leben. Dann gehen die Flutlichter an und verwandeln den grauen Stein in ein Meisterwerk aus Gold und Schatten. Nutzen Sie ein Stativ (oder eine sehr ruhige Hand), um das Leuchten ohne Unschärfe einzufangen. Im Winter empfiehlt sich ein Bokeh-Effekt mit den tausenden Lichtern in den Bäumen. Im Januar können Sie mit Langzeitbelichtung die Schlittschuhläufer beim Wiener Eistraum fotografieren, um geisterhafte Bewegungspfade vor der beleuchteten Fassade zu kreieren.

Touren & Erlebnisse in der Nähe

Erstklassige Touren und Erlebnisse mit Start nahe Rathausplatz.

Wichtige Tipps für Besucher

  • Warten Sie auf den Sonnenuntergang. Das Rathaus wirkt wie eine gotische Filmkulisse, sobald die Scheinwerfer nachts die Fassade anstrahlen.

  • Kommen Sie kostenlos hinein. Sie können an geführten Touren durch die Prunkräume teilnehmen (Montag, Mittwoch und Freitag um 13:00 Uhr, außer an Sitzungstagen).

  • Achten Sie auf den Kalender. Prüfen Sie die Öffnungszeiten für das Film Festival im Sommer oder den Weihnachtsmarkt, damit Sie nicht von Bauzäunen überrascht werden.

  • Sparen Sie sich das teure Soda und nutzen Sie die Brunnen. Wiens Leitungswasser ist bergfrisch und an den Trinkstationen im Park kostenlos.

  • Nehmen Sie die Straßenbahn. Die Linien 1, 71 oder D halten direkt an der Station Rathausplatz/Burgtheater, was Ihnen den weiten Fußweg von der U-Bahn erspart.

Beste Reisezeit

"Kommen Sie zur Dämmerung. Der Übergang vom natürlichen Licht zum orangefarbenen Glühen der Rathaus-Scheinwerfer ist die beste kostenlose Show der Stadt."

Hotels in der Nähe

Hotel Rathauspark Wien - Handwritten Collection

1 Min. Fußweg (68m)

Ehemalige Residenz des berühmten österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig aus dem 19. Jahrhundert · Gemütliche Platzl Lounge mit einer kuratierten Bibliothek über Wiener Literatur

Preis ab 145 €/Nacht

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The Levante Parliament A Design Hotel

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Originale modernistische Architektur von 1908, entworfen von Robert Oerley · Umfangreiche Galerie für zeitgenössische Kunst mit lebendigen Glasarbeiten von Ioan Nemtoi

Preis ab 130 €/Nacht

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Hotel Josefshof Am Rathaus

5 Min. Fußweg (361m)

Prachtvolles Wiener Frühstücksbuffet, täglich bis 12:00 Uhr serviert · Ruhiger Innenhofgarten für Mahlzeiten im Freien und Entspannung

Preis ab 150 €/Nacht

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Restaurants in der Nähe

Häufig gestellte Fragen

Wie erreiche ich den Rathausplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Der einfachste Weg ist die U-Bahn-Linie U2 bis zur Station Rathaus oder die Straßenbahnlinien 1, 71 oder D bis zur Haltestelle Rathausplatz/Burgtheater. Seine zentrale Lage an der Ringstraße macht ihn zu einem wichtigen Knotenpunkt im Wiener Verkehrsnetz.
Wo ist der beste Ort für Fotos vom Rathausplatz?
Für das ikonischste Foto stellen Sie sich direkt vor das Burgtheater und blicken über den Platz zur Rathausfassade. Dieser Winkel erfasst die gesamte Dimension der neugotischen Architektur sowie saisonale Dekorationen oder Event-Installationen.
Was passiert auf dem Rathausplatz in den Wintermonaten?
Von Mitte November bis Dezember findet hier der Christkindlmarkt statt, einer der berühmtesten Weihnachtsmärkte Wiens. Im Januar und Februar verwandelt sich das Areal in den Wiener Eistraum, eine riesige Eislauffläche im Freien mit gewundenen Pfaden.
Gibt es im Sommer besondere Aktivitäten auf dem Rathausplatz?
Jeden Juli und August findet das Film Festival statt, mit kostenlosen allabendlichen Vorführungen von Opern, Ballett und Konzerten auf einer Riesenleinwand. Zudem gibt es eine große Auswahl an internationalen Essensständen für die Besucher.
Welche anderen Sehenswürdigkeiten sind vom Rathausplatz aus zu Fuß erreichbar?
Der Platz ist von bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Parlament, dem historischen Burgtheater und dem grünen Volksgarten umgeben. Auch das Hauptgebäude der Universität Wien liegt nur einen kurzen Spaziergang entfernt an der Ringstraße.
Was war der ursprüngliche Zweck des Geländes?
Vor seiner Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert diente das Gelände als militärischer Parade- und Exerzierplatz. Später wurde es im Zuge des Baus der Ringstraße und des neuen Rathauses als prachtvoller öffentlicher Raum neu gestaltet.
Lohnt sich ein Besuch des Rathausplatzes bei Nacht?
Ja, der Platz ist nach Einbruch der Dunkelheit besonders schön, wenn das Rathaus von tausenden Lichtern angestrahlt wird. Dieses nächtliche Leuchten schafft eine magische Atmosphäre, ideal für Nachtfotografie oder einen romantischen Spaziergang.
Gibt es Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe des Rathausplatzes?
Während bei großen Festivals oft temporäre Stände aufgebaut sind, gibt es dauerhafte Optionen wie das historische Cafe Landtmann in unmittelbarer Nähe. Viele traditionelle Wiener Restaurants und Bäckereien befinden sich in den umliegenden Seitenstraßen.
Wie sind die Öffnungszeiten von Rathausplatz?
Täglich 24 Stunden
Wie viel kostet der Eintritt bei Rathausplatz?
Kostenlos
Wie viel Zeit sollte ich für Rathausplatz einplanen?
Ein typischer Besuch dauert 1-2 Stunden. Kommen Sie zur Dämmerung. Der Übergang vom natürlichen Licht zum orangefarbenen Glühen der Rathaus-Scheinwerfer ist die beste kostenlose Show der Stadt.
Ist Rathausplatz barrierefrei zugänglich?
Der gesamte Platz ist gepflastert und flach. Bei großen Festivals installiert die Stadt robuste Rampen über temporäre Kabel oder Bühnenelemente, was die Fortbewegung mit Rädern erleichtert.

Auf einen Blick

Eintrittspreis
Kostenlos
ÖffnungszeitenTäglich 24 Stunden
Besuchsdauer1-2 Stunden
AdresseRathausplatz, 1010 Wien, Austria
BarrierefreiheitDer gesamte Platz ist gepflastert und flach. Bei großen Festivals installiert die Stadt robuste Rampen über temporäre Kabel oder Bühnenelemente, was die Fortbewegung mit Rädern erleichtert.

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