Vienna ist eine Stadt, in der man 100 EUR für ein mehrgängiges Degustationsmenü in einem Keller aus dem 16. Jahrhundert ausgeben kann oder 15 EUR für ein Schnitzel, das größer ist als der Teller, auf dem es serviert wird. Um hier gut zu essen, muss man sich im Spannungsfeld zwischen dem kaiserlichen First District und den urigen, ehrlichen Wirtshäusern der Außenbezirke bewegen. Diese Liste ignoriert die Touristenfallen, die sich allein auf ihre Nähe zum St. Stephen's Cathedral verlassen. Stattdessen haben wir eine Auswahl kuratiert, die den hocheleganten Glamour von gläsernen Dachterrassen mit der ruhigen, holzgetäfelten Zuverlässigkeit von Institutionen verbindet, die seit der Habsburgerzeit überdauert haben.
Ob Sie nun das Ritual des Tafelspitz bei Plachutta suchen oder die unterirdische Atmosphäre eines Rippchenkellers von 1591 – der gemeinsame Nenner ist Qualität und Tradition. Die Preise variieren stark. Für ein Stück Torte im Café Sacher zahlt man vielleicht 9 EUR, aber man bezahlt für die Geschichte in rotem Samt und den Blick auf die State Opera. Umgekehrt bietet ein Ausflug in den 21. District für XXL-Portionen eine andere Art von Wertigkeit, bei der Volumen und lokale Geselligkeit statt Service mit weißen Handschuhen im Vordergrund stehen. Dieser Guide ist für Reisende gedacht, die das volle Spektrum des Wiener Geschmacks erleben wollen, von raffiniert bis zünftig.