
Favoriten
10. Bezirk
About the District
Favoriten, der 10. Wiener Gemeindebezirk, ist ein spannendes Zusammenspiel aus Ecken und Kanten sowie modernem Glas. Vergessen Sie den polierten Marmor der Innenstadt. Hier erleben Sie das echte Wien. Es ist ein riesiger, pulsierender Motor der Arbeiterklasse, geprägt von Generationen von Zuwanderern und einer explosionsartigen Entwicklung hochmoderner Stadtplanung. Im Norden bildet der gläserne Hauptbahnhof den Ankerpunkt, während die südlichen Ausläufer in die grünen Wälder am Wienerberg übergehen. Es ist laut. Es ist unprätentiös. Und es ist wahrscheinlich das authentischste Stück Stadt, das man finden kann. Ob Sie am Viktor-Adler-Markt den besten Kebab der Stadt suchen oder die ökologisch nachhaltigen Blocks im Sonnwendviertel erkunden – Favoriten liefert eine rohe Energie, mit der die touristenüberlaufenen Bezirke einfach nicht mithalten können. Schnappen Sie sich ein Ticket für die U1 und kommen Sie her. Sie werden es nicht bereuen.
10. Bezirk in Vienna
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Überblick & Charakter

Die Einheimischen nennen ihn den „Zehnten“. Er ist Wiens bevölkerungsreichster Bezirk und schert sich nicht um Ihre Erwartungen. Historisch gesehen lebten hier die Arbeiter, die das Kaiserreich erbauten. Dieser Arbeitercharakter ist bis heute das Rückgrat des Bezirks, ergänzt durch einen starken multikulturellen Puls. Wenn Sie die Favoritenstraße entlanggehen, riechen Sie Kreuzkümmel, gegrilltes Lamm und starken Kaffee. Es ist ein Mosaik aus türkischem, balkanischem und nahöstlichem Leben. Aber schauen Sie nach oben: Die Skyline verändert sich schnell. Das Areal rund um den Hauptbahnhof wurde als Quartier Belvedere neu geboren – alles scharfe Kanten und viel Glas. Gleich daneben bietet das Sonnwendviertel mit dem 7 Hektar großen Helmut-Zilk-Park und den autofreien Wegen einen Blick in die Zukunft des europäischen Wohnens. In einem Moment stehen Sie in einem Third-Wave-Coffee-Shop, im nächsten gehen Sie an einem urigen Beisl vorbei, in dem Opas im Schatten billigen Wein trinken. Genau dieser Kontrast macht Favoriten so sehenswert.
Top-Attraktionen & Sehenswürdigkeiten

Suchen Sie hier nicht nach Palästen. Suchen Sie nach dem Amalienbad. Dieses öffentliche Badehaus aus den 1920er Jahren am Reumannplatz ist ein Meisterwerk des Art déco. Von außen schlicht, ist es innen atemberaubend. Zahlen Sie die 6 € Eintritt und schwimmen Sie unter riesigen Keramikmosaiken. Es ist ein Tempel der Ära des „Roten Wien“. Wenn Sie Hitze brauchen: Die Saunalandschaften kosten 16,60 € und sind spektakulär. Für eine andere Atmosphäre besuchen Sie das Belvedere 21 in der Arsenalstraße 1. Es ist ein lichtdurchfluteter moderner Pavillon, der einige der besten zeitgenössischen Kunstwerke der Stadt beherbergt. Brauchen Sie frische Luft? Dann ab zum Wienerberg. Es ist ein 117 Hektar großes Naturschutzgebiet mit einem riesigen See und null Stadtlärm. Oder für einen seltsam charmanten Nachmittag: Suchen Sie den Böhmischen Prater. Es ist ein winziger Retro-Vergnügungspark aus den 1880er Jahren – der vergessene, ruhigere Bruder des berühmten Praters. Keine Menschenmassen, nur Nostalgie.
Essen & Trinken
Essen Sie dort, wo die Einheimischen essen. Das bedeutet: Zum Alten Beisl in der Rotenhofgasse 4. Chefkoch Metin Yurtseven führt dieses Lokal ohne Allüren. Bestellen Sie das Wiener Schnitzel oder die Marillenknödel – es ist tadellos. Wenn Sie es gehobener mögen, bietet Meixners Gastwirtschaft in der Buchengasse saisonale österreichische Küche auf höchstem Niveau. Für Streetfood ist der Viktor-Adler-Markt die einzige Wahl. Holen Sie sich frische Gözleme bei Türkische Küche oder Grillfleisch beim Old Bridge Imbiss. Lassen Sie aber Platz für das Dessert: Gehen Sie zu Groissböck in der Neilreichgasse. Sie rösten ihre eigenen Bohnen und backen die besten Marillenkrapfen der Stadt. Ohne Konkurrenz. In den neueren Teilen des Bezirks probieren Sie das Feldhase an der Bloch-Bauer-Promenade 15 – ein vegetarischer Spot im Industrie-Look mit Dachgarten. Für eine Dosis Koffein serviert das Cyclist Café Bistro im Hotel Andaz erstklassigen Espresso für ein hippes Publikum.
Unterkunft

In der Nähe des Hauptbahnhofs zu übernachten, ist ein kluger Schachzug. Sie bekommen bessere Preise und die beste Verkehrsanbindung der Stadt. Das Andaz Vienna Am Belvedere in der Arsenalstraße 10 ist das Highlight vor Ort – Luxus mit Aussicht, besonders von der Rooftop-Bar. Rechnen Sie mit 180 € bis 250 € pro Nacht. Für etwas Schickes im mittleren Preissegment schauen Sie sich das Hotel Schani oder das Hotel Zeitgeist an. Beide liegen im Sonnwendviertel, kosten zwischen 90 € und 140 € und sind technikfreundlich direkt am Helmut-Zilk-Park gelegen. Wenn Sie ein Budget haben, bieten St Christopher's Inn oder das a&o Wien Hauptbahnhof Betten ab 20 € an. Sie sind sauber und gesellig. Für längere Aufenthalte bieten sich Jimmy's Apartments XXL beim Keplerplatz an. Wer Ruhe sucht, findet das Austria Trend Hotel Bosei am Rande des Wienerbergs – mit kostenlosem Parkplatz und ruhigen Nächten, aber nur eine kurze Straßenbahnfahrt vom Geschehen entfernt.
Unterwegs vor Ort

Die Linie U1 ist Ihre Lebensader. Sie schneidet direkt durch den Bezirk. Steigen Sie am Keplerplatz oder Reumannplatz ein und Sie sind in 10 Minuten am Stephansplatz. Ganz einfach. Der Hauptbahnhof ist mehr als nur ein Bahnhof: Er ist ein riesiger Knotenpunkt für S-Bahnen, Regionallinien und Züge nach Salzburg oder Budapest. Wenn Sie zum Flughafen wollen, ist dies Ihr Startpunkt. Die Straßenbahnen D, O, 6 und 11 decken die Ost-West-Routen ab und bringen Sie bis zur Therme Wien in Oberlaa. Nutzen Sie die WienMobil-App für Tickets. Eine Einzelfahrt kostet 2,40 €, aber ein 24-Stunden-Pass für 10,20 € lohnt sich mehr. Vergessen Sie nicht, Papiertickets bei den blauen Entwertern abzustempeln. Kontrolleure sind überall und lassen keine Ausreden gelten. Die Strafe beträgt 135 € – vermeiden Sie das.
Shopping & Märkte

Der Viktor-Adler-Markt ist die Seele des 10. Bezirks. Es ist ein lauter, chaotischer Basar, auf dem man alles von frischen Oliven bis zu günstigem Lammfleisch kaufen kann. Er ist nur fünf Gehminuten von der U1-Station Keplerplatz entfernt. Gehen Sie an einem Samstagmorgen hin, um die Erweiterung in der Leibnizgasse zu erleben. Es ist ein Bauernmarkt, auf dem das Rufen und Feilschen seinen Höhepunkt erreicht. Für den täglichen Bedarf ist die Favoritenstraße eine lange Fußgängerzone mit Bäckereien und Discount-Läden – ideal zum Leutebeobachten. Wenn Sie ein Einkaufszentrum brauchen: Die BahnhofCity am Hauptbahnhof bietet über 90 Geschäfte und einen riesigen Interspar. Besonders wichtig: Es ist einer der wenigen Orte in Wien, die auch sonntags geöffnet haben. Wenn Sie am Wochenende ankommen und der Kühlschrank leer ist, ist dieses Einkaufszentrum Ihre Rettung.
Sicherheit & Praktische Tipps

Einige Wiener der alten Schule sagen vielleicht, Favoriten sei rau. Sie liegen falsch. Es ist ein belebtes Arbeiterviertel, aber es ist sicher. Nutzen Sie einfach den gesunden Menschenverstand. Passen Sie am Hauptbahnhof und am Reumannplatz auf Ihre Brieftasche auf – Taschendiebe lieben Menschenmengen. Nehmen Sie außerdem Bargeld mit; die Marktstände und kleineren Beisls akzeptieren oft keine Karten. Denken Sie daran, dass sonntags außer am Bahnhof alles geschlossen ist. Wenn Sie das Amalienbad besuchen, bringen Sie Ihr eigenes Handtuch mit. Und seien Sie gewarnt: Die Saunakultur ist hier traditionell – das bedeutet gemischtgeschlechtlich und strikt nackt. Wenn das nicht Ihr Ding ist, bleiben Sie im Pool. Ein einfaches „Grüß Gott“ kommt bei den Einheimischen übrigens sehr gut an – es zeigt, dass Sie nicht nur ein flüchtiger Tourist sind.
Top-Attraktionen
Übernachtungsmöglichkeiten
Ausgewählte Hotels und Unterkünfte.

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