
MuseumsQuartier Wien
Sehenswürdigkeit
Über das Erlebnis
Willkommen im MuseumsQuartier Wien, das bei allen in der Stadt nur als MQ bekannt ist. Dies ist kein verstaubter Korridor mit stillen Galerien, sondern ein 90.000 Quadratmeter großer Kulturspielplatz, auf dem kaiserliche Geschichte frontal auf zeitgenössische Rebellion trifft. Es liegt direkt im Zentrum von Vienna und dient als eines der weltweit größten Zentren für moderne Kunst. Die Atmosphäre hier ist demokratisch und entspannt. In einem Moment starrt man auf eine barocke Fassade aus dem 18. Jahrhundert, die von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen wurde, und im nächsten lehnt man an einem Block aus kantigem, modernem Basalt. Es ist ein visueller Dialog zwischen den alten habsburgischen Stallungen und den kühnen Geometrien von heute. Doch die wahre Magie geschieht in den Höfen. Dies ist das inoffizielle Wohnzimmer von Vienna. Keine Tore, keine Gebühren und keine Kleiderordnung. Man schnappt sich ein günstiges Bier, sichert sich einen Platz auf einer leuchtenden Kunststoffliege und beobachtet einfach das Stadttreiben. Mit über 60 Kulturinstitutionen an einem Ort, vom riesigen Leopold Museum bis hin zu winzigen experimentellen Tanzstudios, ist hier immer etwas los. Es ist der beste Ort der Stadt, um zu sehen, wie sich Vienna von einer starren kaiserlichen Hauptstadt in eine furchtlose moderne Metropole verwandelt hat.
Fotos










Geschichte & Bedeutung

Das MQ begann mit Pferden, nicht mit hoher Kunst. Im Jahr 1715 beauftragte Kaiser Karl VI. Johann Bernhard Fischer von Erlach mit dem Bau gewaltiger kaiserlicher Hofstallungen direkt vor der Hofburg. Bis 1725 beherbergte der Barockkomplex 600 herrschaftliche Rösser. In den 1850er Jahren kam eine neoklassizistische Winterreithalle hinzu, um den Reitern mehr Platz zu bieten. Nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie änderte sich alles. 1922 wurde das Gelände zum Messepalast, einem weitläufigen Messegelände. Das blieb es jahrzehntelang, bis die Stadt ehrgeizige Pläne schmiedete. 1998 begannen die Architekten Ortner & Ortner mit einer 150 Millionen Euro teuren Sanierung, um den Standort auf zeitgenössische Kultur auszurichten. Das MuseumsQuartier Wien wurde schließlich 2001 eröffnet und verschmilzt die alten Steinbögen mit scharfkantigem Glas und Kalkstein. Der letzte Schliff erfolgte 2020 mit der MQ Libelle, einer eleganten Dachterrasse, die das Dach des Leopold Museum in einen öffentlichen Aussichtspunkt verwandelte.
Die Architektur

Das MuseumsQuartier Wien ist ein Musterbeispiel dafür, wie man alten Stein mit neuen Ideen mischt. Es ist umgeben von der längsten Barockfassade der Stadt, einem 355 Meter langen Stück Geschichte, das einst die Pferde der Habsburger warm hielt. Doch sobald man die Tore durchschreitet, ändert sich die Stimmung. Plötzlich steht man zwischen zwei architektonischen Schwergewichten, die von Ortner & Ortner entworfen wurden. Auf der einen Seite befindet sich das Leopold Museum, ein leuchtender Kubus aus weißem Muschelkalk, direkt aus der Donau geholt. Gegenüber ragt das mumok auf, eine dunkle und geschwungene Festung aus porösem grauem Basalt. Es ist ein bewusster Aufprall von Licht und Schatten. Die Entwicklung setzte sich 2020 fort, als die MQ Libelle auf dem Dach landete. Dieser Glaspavillon wirkt wie eine Libelle, die auf der Kante des Leopold Museum thront. Mit einem Baldachin von Eva Schlegel und Lichtkunst von Brigitte Kowanz ist sie eine markante, moderne Krone für eine alte kaiserliche Stätte.
Besuch im Inneren

Die Höfe sind großartig, aber die Sammlungen im Inneren sind die eigentlichen Highlights. Wenn Sie sich für die Wiener Moderne interessieren, ist das Leopold Museum Ihre erste Anlaufstelle. Es beherbergt die weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung sowie jene blattgoldverzierten Gustav Klimt-Klassiker, die man von jeder Postkarte kennt. Für das Kuriose und Wunderbare überqueren Sie den Platz zum mumok. Das Innere ist ein minimalistisches Labyrinth aus Pop-Art und den düsteren, provokanten Werken der Wiener Aktionisten. Und lassen Sie die Kunsthalle Wien in der alten Winterreithalle nicht aus. Es ist ein roher, industrieller Raum, der wechselnde Ausstellungen globaler zeitgenössischer Kunst beherbergt. Es ist auch nicht alles nur Hochkultur: Das ZOOM Kindermuseum bietet eine 'Ozean'-Zone für Kleinkinder und Techniklabore für die Älteren. Sogar die tonnengewölbten Gänge zwischen den Gebäuden fungieren als winzige Museen für Comics und Literatur. Jede Ecke wird kreativ genutzt.
Fotografie-Guide

Bringen Sie Ihr Weitwinkelobjektiv mit. Das beste Motiv ist der Kontrast zwischen dem weißen Kalkstein des Leopold Museum und dem dunklen Basalt des mumok. Warten Sie auf den späten Nachmittag, wenn die Sonne den weißen Stein trifft und den gesamten Hof zum Leuchten bringt. Für einen typischen lokalen Look fotografieren Sie die Enzis. Diese geometrischen Loungemöbel setzen einen massiven Farbakzent vor dem grauen Pflaster, besonders wenn sie voller Einheimischer sind. Im Winter ist es anders: Hier fangen Sie am besten die Lichtprojektionen und den Dampf ein, der von den Punschständen aufsteigt. Doch für den ultimativen Schnappschuss nehmen Sie den Außenaufzug zur MQ Libelle. Von diesem Dach aus können Sie die Zwillingskuppeln der Museen am Maria-Theresien-Platz mit der Spitze des Stephansdoms im Hintergrund einrahmen. Zielen Sie auf den Sonnenuntergang ab – das Licht trifft von dort oben perfekt auf die Dächer der Stadt.
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Erstklassige Touren und Erlebnisse mit Start nahe MuseumsQuartier Wien.
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- Kostenlose Aussicht
Bezahlen Sie nicht für einen Aussichtspunkt, wenn die MQ Libelle gratis ist. Nehmen Sie den Glasaufzug an der Seite des Leopold Museum für ein Panorama der Innenstadt, das keinen Cent kostet.
- Sichern Sie sich einen Enzi
Sie brauchen keine Museumsquartier Wien Tickets, um hier abzuhängen. Holen Sie sich ein Getränk und lassen Sie sich auf den ikonischen, klobigen Kunststoffmöbeln im Haupthof nieder. Die Farben ändern sich jedes Jahr basierend auf einem lokalen Voting.
- Abstecher in die Passagen
Suchen Sie nach den gewölbten Durchgängen zwischen den Höfen. Das sind nicht nur Flure, sondern Mikrogalerien mit Street Art, Sound-Beiträgen und experimenteller Typografie, die man kostenlos besichtigen kann.
- Holen Sie sich das Duo-Ticket
Wenn Sie sowohl das Leopold als auch das mumok besuchen möchten, gehen Sie zuerst zum Infostand am MQ Point. Das MQ Duo Ticket ist der beste Weg, um beim kombinierten Eintritt ein paar Euro zu sparen.
- Besuch der Winterlichter
Wenn Sie im November oder Dezember hier sind, lassen Sie die traditionellen Märkte für einen Abend aus. Das MQ verwandelt sich in einen neonbeleuchteten Winterpark mit Eisstockbahnen und einem der stärksten Punschgetränke in Vienna.
Beste Reisezeit
"Kommen Sie im Sommer am späten Nachmittag vorbei, um den Hof während der geselligsten Zeit zu erleben. Wenn Sie Neonlichter und Glühwein bevorzugen, sind die 'Winter im MQ'-Installationen im November und Dezember unschlagbar."
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Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch im MuseumsQuartier Wien, um die lokale Atmosphäre zu erleben?
Was ist die MQ Libelle im MuseumsQuartier Wien?
Welche anderen Attraktionen befinden sich in der Nähe des MuseumsQuartier Wien?
Gibt es im MuseumsQuartier Wien Möglichkeiten zum Essen?
Wo sind die besten Fotospots im MuseumsQuartier Wien?
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum MuseumsQuartier Wien?
Benötige ich ein Ticket, um nur durch die Höfe des MuseumsQuartier Wien zu spazieren?
Wofür wurde das Gebäude des MuseumsQuartier Wien ursprünglich genutzt?
Wie sind die Öffnungszeiten von MuseumsQuartier Wien?
Wie viel kostet der Eintritt bei MuseumsQuartier Wien?
Wie viel Zeit sollte ich für MuseumsQuartier Wien einplanen?
Ist MuseumsQuartier Wien barrierefrei zugänglich?
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7. Bezirk: Neubau
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