
Gmoakeller
Leger
Das Erlebnis
Erwarten Sie im Gmoakeller kein verstaubtes Museumserlebnis. Dieses Lokal an der Grenze zwischen dem 1. und 3. Bezirk ist seit 1858 der Puls des Viertels. Es ist ein klassisches Wiener Beisl, das die Jahrzehnte überdauert hat, weil es genau das ist, was die Menschen brauchen: ein verlässliches, lebhaftes und ehrliches Wirtshaus. Der Name steht für Gemeinschaft, und Mitte des 20. Jahrhunderts hinterlegten Stammgäste hier tatsächlich ihre Ersatzschlüssel hinter der Bar. Heute wirken die Deckengewölbe und dunklen Holzvertäfelungen am Am Heumarkt 25 eher schick als altmodisch. Kitsch sucht man hier vergeblich. Stattdessen gibt es Fischgrätparkett, nostalgische Bierwerbung und einen Schankgarten, der sich bei den ersten Sonnenstrahlen sofort füllt. Küchenchef Roland Wondrak setzt auf saisonale, kräftige Regionalküche. Es ist der Ort, an dem das goldbraune Wiener Schnitzel zum Pflichtprogramm gehört und die Ganslwochen im Herbst in jedem Kalender markiert sind. Unprätentiös, gepflegt und durch und durch Wien.
Spezialitäten des Hauses
Wiener Schnitzel
Ein traditionelles, dünn geklopftes Kalbsschnitzel, paniert und in der Pfanne goldbraun herausgebacken. Klassisch serviert mit einem erfrischenden Erdäpfel-Gurken-Salat.
Tafelspitz
Erstklassiges Rindfleisch, langsam in einer kräftigen Brühe gekocht, bis es butterweich ist. Dieser kaiserliche Favorit wird mit knuspriger Rösti, Cremespinat und scharfem Apfelkren serviert.
Beef Gulyas
Ein herzhaftes Rindergulasch nach ungarischer Art, intensiv abgeschmeckt mit Zwiebeln, Paprika, Kümmel und Knoblauch. Serviert mit Waldviertler Salzerdäpfeln, um die würzige Sauce perfekt aufzunehmen.
Zwiebelrostbraten
Ein saftiger Wiener Rostbraten, bedeckt mit einer Berg knuspriger Röstzwiebeln und einer kräftigen Sauce. Dazu wird eine herzhafte Portion Braterdäpfel gereicht.
Die Highlights der Speisekarte
Die Speisekarte im Gmoakeller ist im Grunde eine „Greatest Hits“-Sammlung der österreichisch-ungarischen Monarchie. Beginnen Sie mit der Frittatensuppe – einer kräftigen Rinderbrühe mit feinen Palatschinkenstreifen. Sie ist aus gutem Grund der Standard. Doch der wahre Grund für den Besuch ist das Wiener Schnitzel: hauchdünn geklopft, knusprig paniert und begleitet von einem Erdäpfel-Gurken-Salat mit genau der richtigen Säure. Wer kein Kalbfleisch möchte, wählt den Tafelspitz, die Leibspeise von Kaiser Franz Joseph I. Das Fleisch wird so lange gesimmert, bis es fast von selbst zerfällt, kombiniert mit krosser Rösti und scharfem Kren, der die Nebenhöhlen befreit. Im Winter ist der Zwiebelrostbraten – Rindfleisch unter einem Berg aus Röstzwiebeln – die beste Wahl. Und sparen Sie Platz für das Dessert: Der handgezogene Apfelstrudel ist exzellent, aber die Grammelknödel sind der Geheimtipp, der Sie froh machen wird, die Touristen-Cafés ausgelassen zu haben.
Vibe & Publikum
Stellen Sie sich auf eine gewisse Lautstärke ein. Im Gmoakeller brummt es immer vom Klirren der Zweigelt-Gläser und dem schnellen Wiener Dialekt der Einheimischen. Durch die Lage direkt am Konzerthaus und Akademietheater mischt sich das Publikum: Theaterbesucher in Abendgarderobe treffen auf Studenten, die ein anständiges Mittagessen suchen. Tagsüber sieht man Geschäftsleute aus dem 3. Bezirk, ab 20:00 Uhr füllen sich die Räume mit Familien und Reisenden, die es besser wussten, als in den überteuerten Lokalen innerhalb des Rings zu essen. Das Personal ist erfahren und schnell; sie haben alles schon gesehen und keine Zeit für Schnickschnack, geben aber auf Nachfrage fundierte Weinempfehlungen. Reservieren Sie unbedingt im Voraus. Ein Tisch ist hier nicht nur empfohlen, sondern essenziell, besonders wenn die Theatersaison in vollem Gange ist.
Warum die Wiener es lieben
Die Einheimischen kommen immer wieder, weil die Qualität nie schwankt. In einer Stadt voller Touristenfallen ist der Gmoakeller der Goldstandard für das, was ein Beisl sein sollte. Es geht um die Gemütlichkeit – diese spezielle Wiener Art der Gastfreundschaft. Die Portionen sind großzügig, die Preise fair. Kenner kommen zum Mittagsmenü unter der Woche, einem der besten Angebote der Stadt. Das Lokal versucht nicht, ein Gourmet-Tempel oder ein trendiger Pop-up zu sein. Es serviert ehrliches Essen in einem Keller, in dem seit über 160 Jahren dieselben Gespräche geführt werden. Ob man nur auf ein schnelles Gösser vorbeischaut oder für ein dreistündiges Sonntagsgelage bleibt – man fühlt sich sofort zugehörig. Er ist verlässlich, authentisch und genau deshalb floriert dieser „Gemeindekeller“ bis heute.
Die Atmosphäre
rustikal
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich im Gmoakeller reservieren?
Was sind die Spezialitäten im Gmoakeller?
Ist der Gmoakeller ein teures Restaurant?
Gibt es eine Kleiderordnung im Gmoakeller?
Gibt es im Gmoakeller Plätze im Freien?
Ist der Gmoakeller für Gruppen geeignet?
Auf einen Blick

Das Viertel
3. Bezirk: Landstraße
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