
Prague Old Town, mittelalterlicher Untergrund und Kerker Historische Tour
Stadtrundgang
Dauer
1h 25min
Das Erlebnis
Spazieren Sie unter dem Kopfsteinpflaster von Staré Město. Sie finden eine Stadt, die seit dem Mittelalter wie eingefroren wirkt. Dies ist kein moderner Keller, sondern eine Sammlung originaler romanischer und gotischer Räume, die zwei Stockwerke unter dem heutigen Straßenpflaster liegen. Diese Hallen gehörten zu Palästen aus dem 12. Jahrhundert. Händler nutzten sie als Weinlager, und Alchemisten versteckten hier ihre Labore. Diese Prague Walking Tour verzichtet auf unnötiges Beiwerk. Sie sehen gewölbte Keller und einen Kerker voller Verhörwerkzeuge. Es ist ein ungeschönter Blick auf die Pest und die kaiserliche Macht – ein Muss für jeden, der ein unverfälschtes Bild der Stadt gewinnen möchte. Begeben Sie sich unter die Oberfläche, um die authentischen Fundamente der böhmischen Hauptstadt zu entdecken. In dieser stillen, atmosphärischen Welt liegen die Straßen seit Jahrhunderten begraben. Es ist ein direkter Abstieg in das makabre städtische Fundament der Stadt.
Die Tour erleben




Die radikale Transformation des mittelalterlichen Prague
Das Prager Untergrundnetzwerk entstand aufgrund einer massiven technischen Lösung im 14. Jahrhundert. Die Vltava überflutete die Stadt ständig. Eine gewaltige Flut im Jahr 1342 veranlasste die Behörden schließlich zum Handeln. Sie bauten nicht nur Mauern, sondern hoben den gesamten Bezirk an. Arbeiter schütteten tonnenweise Schutt von den neuen Verteidigungsanlagen auf die Straßen, bis zu einer Höhe von 25 feet. Sie laufen heute dort, wo sich früher das zweite Stockwerk der Stadt befand. Der Begriff „Untergrund“ ist technisch gesehen falsch – Sie stehen in den ursprünglichen Wohnräumen des mittelalterlichen Prague. Diese Räume blieben kühl und stabil, was sie über Jahrhunderte ideal für die Lagerung von Wein oder verderblichen Waren machte. Es ist eine architektonische Zeitkapsel, die unter dem modernen Pflaster bewahrt wurde. Diese massive Erhöhung begrub die wichtigsten Oberflächenbereiche des Hochmittelalters dauerhaft.

Architektonische Erhaltung und soziales Überleben
Hier unten lässt sich der Übergang von schweren romanischen Steinbauten zu spitzen gotischen Bögen beobachten. Sie steigen zwei Etagen unter die Touristenmassen hinab. Diese massiven Blöcke stützten während des Goldenen Zeitalters von Böhmen unter Kaiser Charles IV große Paläste. Damals war Prague die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches. Doch diese Räume dienten nicht nur der Repräsentation. In Kriegszeiten fungierten sie als militärische Verstecke und geheime Arsenale. Die dicken Mauern hielten Feuer und Kanonenkugeln stand. Während der Beulenpest nutzten die Menschen diese kalten Keller, um Kranke zu isolieren. Sie können das originale Mauerwerk selbst berühren – es erzählt eine Geschichte, die die Straßen oben nicht vermitteln können. Als Primärquelle bietet dieses unterirdische Netzwerk einen immersiven Kontext für das Leben im alten Böhmen.

Der böhmische Aufstand und kaiserliche Vergeltung
Der Kerker erzählt die Geschichte des böhmischen Aufstands im 17. Jahrhundert. Die Spannungen zwischen protestantischen Adligen und den katholischen Habsburgern eskalierten 1618. Aufständische warfen zwei Statthalter aus dem Fenster – der berühmte Zweite Prager Fenstersturz. Dies markierte den Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Der Kampf endete für die Protestanten 1620 in der Schlacht am Weißen Berg (Battle of White Mountain) verheerend. Kaiser Ferdinand II sann auf Rache und ordnete am June 21, 1621, die öffentliche Hinrichtung von 27 Anführern an, um den Geist der Stadt zu brechen. Diese feuchten Zellen spiegeln die Verzweiflung jener Zeit wider. Sie sehen die exakten Werkzeuge, mit denen die Männer gebrochen wurden, die gegen die Monarchie kämpften. Es war eine theatralische Demonstration kaiserlicher Überlegenheit, die darauf abzog, die Bevölkerung zu terrorisieren. Zu der Gruppe gehörten hochrangige Lords und prominente Bürger.

Das Henkersparadoxon: Jan Mydlář
Jan Mydlář war der Mann, der die schmutzige Arbeit des Kaisers erledigte. Er war Medizinstudent an der Universität von Prague, bevor sein Leben eine Wendung nahm. Die Legende besagt, er sei Henker geworden, um einen unschuldigen Verwandten zu retten. Er wurde damit reich und kaufte sogar ein Haus in der Neustadt, blieb aber ein gesellschaftlich Geächteter. In der Öffentlichkeit musste er eine rote Kapuze tragen, separate Tore benutzen und im Gasthaus allein sitzen. Während der Hinrichtungen von 1621 enthauptete er 12 Männer hintereinander mit vier verschiedenen Schwertern. Dies erforderte unglaubliche Kraft und eine ruhige Hand. Er musste sogar seinen eigenen Freund, Ján Jesenský, hinrichten. Die Tour beleuchtet die schwere psychologische Belastung seines Berufs, ein Thema, das in der unterirdischen Umgebung, in der er einst arbeitete, tiefgehend erforscht wird.

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Häufig gestellte Fragen
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