
Technisches Museum Wien
Museum
Über das Erlebnis
Lassen Sie sich nicht von der prachtvollen Jugendstilfassade täuschen. Das Technisches Museum Wien mag zwar wie ein steifes kaiserliches Denkmal wirken, doch die 22.000 Quadratmeter im Inneren sind alles andere als langweilig. In Penzing gelegen, nur 10 Gehminuten von den gepflegten Gärten von Schönbrunn entfernt, ist dieser Ort eine lebendige Hommage an den menschlichen Erfindergeist. Sie können nur Zentimeter von dem mit Samt ausgekleideten kaiserlichen Salonwagen von Kaiserin Sisi entfernt stehen und sich dann direkt der silbernen Kurve eines Mercedes W 196 Rennwagens zuwenden. Es ist ein gewaltiger Raum für gewaltige Exponate. Dampflokomotiven, die einst die Fracht des Reiches zogen, ruhen schweigend unter hohen Glasdächern. Aber Sie sind nicht nur zum Schauen hier. In der Schreikabine können Sie Ihre Dezibelzahl testen oder bei einer Hochspannungsvorführung erleben, wie Ihnen die Haare zu Berge stehen. Das Spektrum reicht von schweren Eisenschmieden bis hin zum techLAB, wo 3D-Drucker und Roboter zeigen, wie wir heute Dinge herstellen. Es ist klug, interaktiv und jeden Cent des Eintrittspreises wert.
Geschichte & Bedeutung

Das Museum entstand aus einem ehrgeizigen Plan von 1908 anlässlich des 60. Thronjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. Wilhelm Exner, ein Visionär der österreichischen Industrie, trieb das Projekt voran, um den rasanten Sprung des Kaiserreiches in die Moderne festzuhalten. Architekt Hans Schneider stellte das Gebäude bis 1913 fertig, doch der Erste Weltkrieg kam dazwischen. Erst im Mai 1918, als die Ära der Habsburger gerade zu Ende ging, wurden die Türen geöffnet. Ursprünglich als privates Projekt gestartet, übernahm 1922 der Staat die Leitung. Es überstand die Wirren des 20. Jahrhunderts und erhielt in den 90er Jahren eine umfassende Modernisierung. Heute ist es weniger ein staubiges Lagerhaus als vielmehr ein High-Tech-Spielplatz.
Die Sammlungen

Der Bereich Verkehr ist das absolute Highlight. Sie erleben die Entwicklung der Mobilität, angefangen bei Pferdekutschen bis hin zur Etrich II „Taube“, einem vogelähnlichen Flugzeug aus der Frühzeit der Luftfahrt. Es ist eine physische Zeitreise unserer Beschleunigung. Wenn Sie die Schattenseiten des Fortschritts sehen wollen, besuchen Sie das nachgebaute Kohlebergwerk. Es ist eng, düster und eine eindringliche Erinnerung daran, wie sich die frühe Industrie tatsächlich anfühlte. Und dann sind da noch die Dampfmaschinen: gewaltige, fauchende Ungetüme, die wirken, als könnten sie jeden Moment den Boden durchbrechen. Aber Wien steht nicht nur für Eisen. Das Museum beherbergt auch eine riesige Sammlung von Instrumenten, darunter selbstspielende Orchestrien und Peter Mitterhofers Schreibmaschine von 1864. Es ist eine faszinierende Mischung aus Arbeitswelt und Vergnügen.
Sehenswerte Exponate

Steuern Sie direkt die Dampflokomotive 12.10 an – ein echtes Kraftpaket. Gleich daneben befindet sich der Salonwagen von Kaiserin Elisabeth, ein luxuriöser Rückzugsort aus Holz, der zeigt, wie die obersten Zehntausend reisten, während der Rest der Welt im Kohlerauch erstickte. Der Kontrast ist enorm. Schauen Sie unbedingt in den Zeitplan für die Hochspannungsvorführung. Singende Tesla-Spulen und gewaltige Blitze sind Wissenschaft, die man nicht vergisst. Es ist laut, hell und aus gutem Grund ein Publikumsmagnet. Für ruhigere Momente empfiehlt sich das techLAB. Hier können Sie beobachten, wie Lasercutter und 3D-Drucker digitale Dateien in physische Objekte verwandeln. Ein toller Einblick in den Wandel von schwerem Stahl zu Präzision in Bits und Bytes.
Das Gebäude

Das Bauwerk selbst ist ein Stück Geschichte. Es ist späthistoristische Architektur in ihrer selbstbewusstesten Form, erbaut zu einer Zeit, als Wien sich als Zentrum der Welt fühlte. Im Inneren weicht der schwere Stein dem Licht. Riesige Kuppeln aus Glas und Stahl überdecken die Innenhöfe und lassen die Sonne auf die historischen Flugzeuge scheinen, die von der Decke hängen. Man fühlt sich wie in einem Bahnhof der alten Schule. In den 90er Jahren wurde das Innere entkernt, um Aufzüge und moderne Labore hinzuzufügen, ohne den Charme zu zerstören. Man bekommt das Beste aus beiden Welten: Man steht in einer hundert Jahre alten Halle, nutzt aber einen VR-Simulator, um über Dinosaurier zu fliegen. Das Konzept geht auf.
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walking tourWichtige Tipps für Besucher
Sichern Sie sich Ihre technisches museum wien Tickets online, bevor Sie ankommen. So vermeiden Sie die Warteschlangen mit Schulklassen an regnerischen Samstagmorgenden.
Nutzen Sie die kostenlosen Schließfächer. Das Museum ist riesig und Sie werden stundenlang zu Fuß unterwegs sein. Schleppen Sie Ihren Mantel nicht mit sich herum.
Zeigen Sie Ihr Westbahn-Ticket oder die Vienna City Card am Schalter vor. Sie erhalten einen ordentlichen Rabatt auf den Eintritt.
Nehmen Sie die U3 bis Johnstraße oder die U4 bis Schönbrunn. Von beiden Stationen sind es 10 Minuten Fußweg, aber die Straßenbahnen 52 und 60 halten fast direkt vor der Tür.
Wenn Sie Kinder unter 6 Jahren dabei haben, steuern Sie sofort den Bereich „mini“ an. Das beschäftigt die Kleinen, während Sie sich abwechselnd die großen Exponate ansehen.
Der Birdly VR-Flug lohnt sich für alle über 10 Jahre. Über eine digitale Stadt zu fliegen ist spannender als jede Runde im Souvenirshop.
Das Museum ist barrierefrei. Es gibt sogar Leihrollstühle bei Bedarf sowie Aufzüge in jedes Stockwerk.
Beste Reisezeit
"Kommen Sie an einem Dienstag oder Mittwoch um 9:00 Uhr. Dann haben Sie die interaktiven Stationen fast für sich allein. Meiden Sie regnerische Wochenenden, wenn Sie Menschenmassen hassen – dann trifft sich gefühlt jede Familie Wiens genau hier."
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