Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien

Museum

1. Bezirk – Innere StadtGehoben

Über das Erlebnis

Ein Besuch im Kunsthistorisches Museum Vienna ist eine direkte Begegnung mit dem obsessiven, hochästhetischen Geist der Habsburger. Kaiser Franz Joseph I. eröffnete diesen Ort im Jahr 1891, und er wollte nicht bloß eine Galerie – er wollte ein Statement der Macht. Die Architektur ist pure kaiserliche Grandezza mit Marmortreppen und blattgoldverzierten Decken, die fast überladen wirken würden, wäre die Kunst darin nicht so herausragend. Blicken Sie im Foyer nach oben, um die Fresken des jungen Gustav Klimt zu entdecken. Als Schwergewicht der Ringstraße liegt es direkt gegenüber seinem Zwilling, dem Naturhistorisches Museum. Hier erwartet Sie eine gewaltige Sammlung Alter Meister sowie ägyptische und römische Antiquitäten. Das Museum ist riesig, also lassen Sie sich Zeit. Holen Sie sich Ihre Kunsthistorisches Museum Vienna Tickets und nehmen Sie sich einen ganzen Vormittag Zeit, um sich im Bruegel-Saal oder in der kuriosen, wundervollen Kunstkammer zu verlieren. Es ist prachtvoll, sicher, aber die Galerien wirken überraschend persönlich. Man kann nur Zentimeter von einem Vermeer oder Caravaggio entfernt stehen, ohne die erdrückenden Menschenmassen des Louvre. Und wenn die Beine müde werden, ist das Kuppelcafé im Obergeschoss der einzig wahre Ort für eine Pause.

Fotos

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Geschichte & Bedeutung

Kunsthistorisches Museum Wien — historic view

Kaiser Franz Joseph I. gab den Bau dieses Kalkstein-Riesen im Jahr 1858 in Auftrag. Er brauchte einen Ort, um den wachsenden Kunstschatz der Habsburger aus aller Welt unterzubringen. Die Architekten Gottfried Semper und Karl von Hasenauer entschieden sich für einen Neorenaissance-Stil, der zum prunkvollen Ambiente der neuen Ringstraße passte. Es dauerte zwanzig Jahre, bis das Werk vollendet war. Als es am 17. Oktober 1891 schließlich eröffnet wurde, veränderte es die Skyline der Stadt für immer. Die Innenausstattung war eine Teamleistung, wobei Gustav Klimt und Hans Makart die Pinselarbeit an den Decken übernahmen. Ein Meilenstein war das Jahr 2013, als die Kunstkammer nach einer langen Renovierung wiedereröffnet wurde. Dort findet man auch die Saliera, Benvenuto Cellinis berühmtes goldenes Salzfass, das einen kühnen Raubüberfall im Jahr 2003 überstanden hat.

Die Sammlungen

Kunsthistorisches Museum Wien — Die Sammlungen

Das Museum vereint fünftausend Jahre menschliches Ego und Talent in einem Gebäude. Die Gemäldegalerie ist das Herzstück. Sie ging aus dem Privatbesitz der Familie Habsburg hervor und beherbergt eine unglaubliche Menge an Werken der venezianischen Renaissance und des flämischen Barock. In diesen Räumen lässt sich die Weltgeschichte nachvollziehen. Doch es gibt mehr als nur Öl auf Leinwand. Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung umfasst 17.000 Objekte, darunter blau glasierte Nilpferde und gewaltige Sarkophage. Direkt daneben decken die griechischen und römischen Räume drei Jahrtausende mediterraner Geschichte mit Bronzen und Keramiken ab. Und dann ist da noch die Kunstkammer. Hier bewahrten die Kaiser ihre „Kuriositäten“ auf – von Straußenei-Pokalen über in Gold gefasste Haifischzähne bis hin zu komplexen wissenschaftlichen Instrumenten. Es ist eine bizarre, brillante Mischung aus Wissenschaft und Aberglaube.

Highlights der Ausstellung

Kunsthistorisches Museum Wien — Highlights der Ausstellung

Man kommt wegen der Bruegels hierher. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung seiner Werke, darunter „Die Jäger im Schnee“ und „Der Turmbau zu Babel“. Dies sind nicht bloß Gemälde, sondern das „Social Media“ des 16. Jahrhunderts, voller Humor und kleiner menschlicher Dramen. Finden Sie danach Vermeers „Die Malkunst“, ein stilles Meisterwerk des Lichts, das der Künstler zu Lebzeiten nicht verkaufen wollte. Für mehr Dramatik sorgt Caravaggios „David mit dem Haupt des Goliath“ – düster, stimmungsvoll und intensiv. Doch der eigentliche Star ist kein Gemälde, sondern Benvenuto Cellinis „Saliera“ in der Kunstkammer. Dieses goldene Salzfass ist das einzige erhaltene Goldwerk des Meisterscharfschmieds. Nach dem spektakulären Diebstahl im Jahr 2003 steht es nun wieder in seiner Vitrine und glänzt wie eh und je.

Das Gebäude

Kunsthistorisches Museum Wien — Das Gebäude

Das Bauwerk selbst ist ein Meisterwerk. Franz Joseph wollte einen „Palast der Kunst“ und genau den bekam er. Die Sandsteinfassade mit ihrer gewaltigen achteckigen Kuppel dominiert den Ringstraße. Es ist perfekt symmetrisch und auf dramatische Wirkung ausgelegt. Sobald man durch die Eingangstür tritt, beeindruckt die Prunkstiege – ein Rausch aus buntem Marmor und Goldstuck. Antonio Canovas „Theseus besiegt den Kentauren“ thront im Zentrum. Alles war darauf ausgerichtet, den Besucher das Gewicht des Kaiserreiches spüren zu lassen, noch bevor er das erste Bild gesehen hat. Vergessen Sie nicht, nach oben zu schauen: In den Zwickeln zwischen den Säulen finden sich allegorische Malereien von Gustav Klimt und seinem Bruder. Sie entstanden, bevor Klimt seine berühmte „Goldene Phase“ erreichte, sodass man hier seine klassische Ausbildung in Aktion sieht.

Touren & Erlebnisse in der Nähe

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Wichtige Tipps für Besucher

  • Suchen Sie sich einen Platz im Kuppelcafé. Es ist zweifellos das beeindruckendste Kaffeehaus in Vienna. Bestellen Sie eine Melange und bestaunen Sie einfach die Decke.

  • Ignorieren Sie auf keinen Fall die Kunstkammer. Alle stürmen zu den Gemälden, aber diese „Wunderkammer“ ist vollgepackt mit mechanischen Apparaten und Elfenbeinschnitzereien.

  • Besuchen Sie das Museum am späten Donnerstagabend. Es hat bis 21:00 geöffnet. Wenn die Reisegruppen gegen 17:00 zum Abendessen aufbrechen, wird es deutlich ruhiger.

  • Nutzen Sie die Lupen im Bruegel-Saal. Sein „Turmbau zu Babel“ steckt voller winziger Details, die dem bloßen Auge entgehen würden.

  • Halten Sie auf halber Höhe der Prunkstiege inne. Nutzen Sie den Zoom Ihres Handys, um die Klimt-Fresken zu betrachten, die sich zwischen den Säulen verbergen.

Beste Reisezeit

"Kommen Sie an einem Dienstag direkt um 10:00 Uhr, um dem Trubel zu entgehen. Noch besser: Nutzen Sie den späten Donnerstagabend, um die Galerien in fast völliger Stille zu erleben."

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Häufig gestellte Fragen

Wo kann man im Kunsthistorisches Museum Vienna essen?
Das Museum beherbergt ein weltberühmtes Café und Restaurant in der spektakulären Kuppelhalle. Es ist der perfekte Ort, um traditionellen Wiener Kaffee und Kuchen inmitten von herrschaftlichen Marmorsäulen und Golddekor zu genießen.
Darf man im Kunsthistorisches Museum Vienna fotografieren?
Fotografieren für den privaten, nicht-kommerziellen Gebrauch ist in den meisten Bereichen erlaubt, sofern kein Blitz oder Stativ verwendet wird. Die Prunkstiege und die verzierten Decken der Eingangshalle gehören zu den beliebtesten Fotomotiven in Vienna.
Welche anderen Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe des Kunsthistorisches Museum Vienna?
Das Museum liegt direkt gegenüber dem Naturhistorisches Museum am Maria-Theresien-Platz. Zudem erreichen Sie in fünf Gehminuten die Hofburg und das trendige MuseumsQuartier.
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Kunsthistorisches Museum Vienna?
Sie können die U-Bahn-Linien U2 oder U3 bis zur Station Volkstheater nehmen, die nur einen kurzen Fußweg entfernt ist. Alternativ halten die Straßenbahnlinien 1, 2, 71 und D direkt vor dem Museum an der Station Burgring.
Kann ich einen großen Rucksack mit in das Kunsthistorisches Museum Vienna nehmen?
Große Taschen, Rucksäcke und Regenschirme müssen an der Garderobe abgegeben oder in den Schließfächern im Eingangsbereich verstaut werden. Kleine Handtaschen sind in den Galerien erlaubt, müssen aber gegebenenfalls vor dem Körper getragen werden.
Warum gibt es am Maria-Theresien-Platz zwei identische Gebäude?
Das Kunsthistorische Museum und das Naturhistorische Museum wurden als Spiegelbilder konzipiert, um der Statue von Kaiserin Maria Theresia einen symmetrischen und prachtvollen Rahmen zu geben. Sie wurden von den Habsburgern in Auftrag gegeben, um den gewaltigen künstlerischen und naturwissenschaftlichen Reichtum des Reiches zu präsentieren.
Ist das Kunsthistorisches Museum Vienna ein guter Ort bei Regen?
Das Museum ist ein ideales Ziel an Regentagen, da die riesige Sammlung und die prachtvollen Innenräume problemlos vier bis fünf Stunden Zeit in Anspruch nehmen können. Man kann Jahrhunderte der Geschichte erkunden und im Café speisen, ohne das Gebäude verlassen zu müssen.
Welches sind die berühmtesten Gemälde im Kunsthistorisches Museum Vienna?
Das Museum beherbergt die weltweit bedeutendste Sammlung von Werken Pieter Bruegels des Älteren, darunter der „Turmbau zu Babel“. Zudem finden Sie legendäre Meisterwerke von Künstlern wie Vermeer, Rembrandt, Raffael und Velázquez.
Wie sind die Öffnungszeiten von Kunsthistorisches Museum Wien?
Di-So 10:00-18:00, Do 10:00-21:00 (Montags geschlossen, außer von Juni bis August täglich geöffnet)
Wie viel kostet der Eintritt bei Kunsthistorisches Museum Wien?
Erwachsene €24 (Online €22), Studenten €19, unter 19 Jahren frei
Wie viel Zeit sollte ich für Kunsthistorisches Museum Wien einplanen?
Ein typischer Besuch dauert 3-4 Stunden. Kommen Sie an einem Dienstag direkt um 10:00 Uhr, um dem Trubel zu entgehen. Noch besser: Nutzen Sie den späten Donnerstagabend, um die Galerien in fast völliger Stille zu erleben.
Ist Kunsthistorisches Museum Wien barrierefrei zugänglich?
Das Museum ist voll zugänglich. Nutzen Sie den Eingang am Burgring 5 für einen barrierefreien Zugang. Aufzüge erreichen jede Etage und es gibt ausreichend behindertengerechte Toiletten.

Auf einen Blick

Eintrittspreis
Erwachsene €24 (Online €22), Studenten €19, unter 19 Jahren frei
ÖffnungszeitenDi-So 10:00-18:00, Do 10:00-21:00 (Montags geschlossen, außer von Juni bis August täglich geöffnet)
Besuchsdauer3-4 Stunden
AdresseMaria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Telefon+43 1 525 24-0
BarrierefreiheitDas Museum ist voll zugänglich. Nutzen Sie den Eingang am Burgring 5 für einen barrierefreien Zugang. Aufzüge erreichen jede Etage und es gibt ausreichend behindertengerechte Toiletten.

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