Café Gloriette

Café Gloriette

Sehenswürdigkeit

13. Bezirk – HietzingMittelklasse

Über das Erlebnis

Betrachten Sie die Gloriette nicht nur vom Schlossgarten aus – erklimmen Sie den Hügel. Dieser gewaltige klassizistische Pavillon thront wie eine Krone über Schönbrunn und bietet den wohl besten Platz in Vienna. Auf den Zickzack-Pfaden nach oben kommt man zwar etwas ins Schwitzen, doch die Belohnung ist ein Panoramablick, der perfekt auf das Schloss und die Skyline der Stadt ausgerichtet ist. Erbaut im Jahr 1775, ist dies nicht nur ein Monument, sondern ein lebendiges Kaffeehaus, in dem habsburgische Grandeur auf Wiener Kaffeekultur trifft. Im Inneren erwarten Sie hohe Rundbogenfenster, imperiale rote Polsterungen und viel natürliches Licht. Sichern Sie sich bei schönem Wetter einen Tisch auf der Terrasse – das Ambiente erinnert mehr an eine italienische Piazza als an einen mitteleuropäischen Hügel. Kulinarisch ist das Café ein echtes Highlight: Verzichten Sie auf einfache Snacks und entscheiden Sie sich für eine klassische Wiener Melange und ein Stück Apfelstrudel. An den Wochenenden findet das Sisi Buffet statt – ein opulentes Frühstückserlebnis mit Live-Klassik. Genießen Sie Räucherlachs, Kaisersemmeln und Prosecco, während im Hintergrund ein Pianist spielt. Es ist luxuriös, ein wenig exzentrisch und durch und durch wienerisch. Bleiben Sie bis zum späten Nachmittag: Wenn die Sonne die Schlossfassade trifft, erstrahlt das gesamte Areal in Gold. Es ist der krönende Abschluss eines Tages in Schönbrunn.

Fotos

Café Gloriette — photo 2
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Geschichte & Bedeutung

Café Gloriette — historic view

Kaiserin Maria Theresia machte keine halben Sachen. 1775 beauftragte sie den Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg mit dem Bau dieses „Ruhmestempels“, um die Macht der Habsburger zu demonstrieren. Für den Bau wurden Steine des abgerissenen Schlosses Neugebäude wiederverwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nutzte Kaiser Franz Joseph I. den Mittelsaal als privates Frühstückszimmer. Er saß hier, trank seinen Kaffee und blickte über seine Hauptstadt. Es war jedoch nicht immer friedlich: Bomben im Zweiten Weltkrieg beschädigten das Bauwerk schwer, doch bis 1947 wurde es von Vienna wieder aufgebaut. Eine umfassende Restaurierung in den 1990er-Jahren brachte die Verglasung der Bögen anhand historischer Fotografien originalgetreu zurück. Erst seit dieser Zeit fungiert das Gebäude dauerhaft als das Café, das Sie heute besuchen.

Die Architektur

Café Gloriette — Die Architektur

Dies ist Klassizismus in seiner prächtigsten Form. Die 1775 errichtete Gloriette dient als visueller Fixpunkt der gesamten Anlage von Schönbrunn. Hohenberg entwarf sie als Triumphbogen, der schon von weitem sichtbar sein sollte. Achten Sie auf die Dachlinie: Dort thronen massive Steinadler und Trophäen, die von Johann Baptist von Hagenauer gemeißelt wurden. Diese sind mehr als nur Dekoration; sie sind Symbole kaiserlicher Stärke. Die zentrale Arkade bildet das Herzstück. 1780 wurden die Bögen mit raumhohen Glasfronten versehen – für die damalige Zeit ein kühner Schritt. Heute erlauben eben diese Fenster den Blick auf den Garten, während man vor dem Wind geschützt ist. Der Stein wirkt schwer und imposant, doch die offenen Flügel verleihen dem Bauwerk Leichtigkeit. Es ist ein Meisterwerk darin, ein politisches Statement wie ein Gartenornament wirken zu lassen.

Ein Blick ins Innere

Café Gloriette — Ein Blick ins Innere

Sobald man eintritt, beeindruckt die Dimension. Die Decken sind hoch, die Fenster gewaltig. Es wirkt wie ein Festsaal, in dem zufällig Torte serviert wird. Das Ambiente ist klassisch wienerisch – roter Samt, Ahornholz und weißes Leinen – aber ohne die Enge der Cafés in der Inneren Stadt. Hier sitzt man nicht in winzigen Nischen; der Grundriss ist weit und offen, wobei einige Tische auf Podesten stehen, um die Aussicht zu maximieren. Meist herrscht ein lebhaftes Treiben: Das Klappern von Silber auf Porzellan vermischt sich mit dem Gemurmel von Touristen und Einheimischen. Sonntags beim Sisi Buffet verändert sich die Atmosphäre: Ein Violinist oder Pianist tritt auf und macht aus dem Brunch ein theatralisches Erlebnis. Es lohnt sich allein schon deshalb, in einem Raum zu sitzen, in dem einst Kaiser ihr Frühstück einnahmen.

Die Umgebung

Café Gloriette — Die Umgebung

Der Hügel endet nicht an den Türen des Cafés. Hinter der Gloriette befindet sich ein großes Wasserbecken. Es ist der beste Ort für Fotos, da sich die Bögen des Gebäudes perfekt im Wasser spiegeln. Wenn man weitergeht, erreicht man die Wälder hinter dem Pavillon, die einst kaiserliche Jagdgründe waren. Sie sind ruhiger und weniger gepflegt als die Blumenbeete beim Schloss – der ideale Ort, um den Massen zu entfliehen. Beim Abstieg passiert man den Neptunbrunnen und die Irrgärten. Auch der Tiergarten Schönbrunn, der älteste Zoo der Welt, ist nur einen kurzen Waldspaziergang entfernt. Die meisten Besucher bleiben direkt beim Schloss, doch die wahre Magie liegt hier oben in den höheren Bereichen des Parks. Nehmen Sie sich Zeit für die 160 Hektar große Anlage.

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Wichtige Tipps für Besucher

  • Frühzeitig für den Brunch buchen

    Das Sisi Buffet ist ein Highlight am Wochenende. Tische sind oft vier Wochen im Voraus ausgebucht, kommen Sie also nicht ohne Reservierung.

  • Beine schonen

    Der Aufstieg ist steil. Wenn Sie nicht wandern möchten, nehmen Sie die gelbe Panoramabahn vom Schloss (sie hält direkt oben).

  • Zahlen Sie für das Dach

    Der Eintritt ins Café ist frei, die Aussichtsplattform kostet jedoch €5.50. Nur von dort haben Sie einen völlig freien 360-Grad-Blick.

  • Das perfekte Fotolicht

    Kommen Sie gegen 16:00 Uhr. Das Licht wird weicher, das Schloss beginnt zu leuchten und die Tagestouristen machen sich langsam auf den Rückweg zur U-Bahn.

  • Auf Details achten

    Gehen Sie vor dem Betreten einmal um das Gebäude herum, um von Hagenauers Skulpturen zu sehen. Sie sind für ihre Höhe erstaunlich detailreich gearbeitet.

Beste Reisezeit

"Kommen Sie pünktlich um 9:00 Uhr, um dem größten Andrang zu entgehen und das sanfte Morgenlicht zu genießen. Alternativ empfiehlt sich der späte Nachmittag, wenn der Sonnenuntergang über der Skyline der Stadt liegt."

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Häufig gestellte Fragen

Wie komme ich vom Schloss zum Café Gloriette?
Der schönste Weg führt durch den Garten von Schloss Schönbrunn über die asphaltierten Zickzack-Pfade den Hügel hinauf. Wenn Sie den Anstieg vermeiden möchten, hält die Panoramabahn Schönbrunn direkt oben in der Nähe des Pavilloneingangs.
Wo ist der beste Fotospot bei der Café Gloriette?
Für das ikonische Außenfoto stellen Sie sich auf die gegenüberliegende Seite des Teiches, um die Spiegelung im Wasser einzufangen. Für die Skyline von Vienna bietet die Aussichtsterrasse auf dem Dach den perfekten, zentrierten Blick über das Schloss auf die Stadt.
Benötige ich eine Reservierung für das Sisi Buffet im Café Gloriette?
Für das beliebte Sisi Buffet am Sonntag sind Reservierungen dringend empfohlen, da es oft Wochen im Voraus ausgebucht ist. Für Kaffee und Kuchen unter der Woche findet man meist auch ohne Buchung einen Tisch, eventuell mit kurzer Wartezeit.
Befindet sich das Café Gloriette direkt im Schloss Schönbrunn?
Nein, es ist ein eigenständiger klassizistischer Pavillon auf einem Hügel am entgegengesetzten Ende des Schlossgartens. Er wurde als architektonischer Blickfang und prachtvoller Speisesaal separat von der Residenz entworfen.
Was sollte ich bei einem Besuch im Café Gloriette anziehen?
Bequeme Wanderschuhe sind aufgrund des Aufstiegs durch den Park essenziell. Da das Café ein elegantes, imperiales Ambiente hat, ist Smart-Casual-Kleidung sowohl für die Wanderung als auch für den Besuch sehr passend.
Welche weiteren Sehenswürdigkeiten liegen nahe der Café Gloriette?
Im umliegenden Park befinden sich Highlights wie die Römische Ruine, der Obeliskbrunnen und das Wüstenhaus. Auch der Tiroler Garten und der Tiergarten Schönbrunn sind bequem zu Fuß erreichbar.
Welche historische Bedeutung hat die Café Gloriette?
Sie wurde 1775 von Kaiserin Maria Theresia als „Ruhmestempel“ zur Verherrlichung habsburgischer Macht errichtet. Heute gilt sie als eines der bedeutendsten Beispiele des frühen Klassizismus in Österreich.
Kann man das Café Gloriette auch im Winter besuchen?
Das Café ist ganzjährig täglich geöffnet und bietet einen gemütlichen Rückzugsort nach einem Spaziergang im kalten Garten. Der Hügel bietet im Winter eine einzigartige Sicht auf das verschneite Areal und die neblige Skyline.
Wie sind die Öffnungszeiten von Café Gloriette?
Daily 9:00-18:00
Wie viel kostet der Eintritt bei Café Gloriette?
Free to enter café; Viewing terrace €5.50
Wie viel Zeit sollte ich für Café Gloriette einplanen?
Ein typischer Besuch dauert 1-2 hours. Kommen Sie pünktlich um 9:00 Uhr, um dem größten Andrang zu entgehen und das sanfte Morgenlicht zu genießen. Alternativ empfiehlt sich der späte Nachmittag, wenn der Sonnenuntergang über der Skyline der Stadt liegt.
Ist Café Gloriette barrierefrei zugänglich?
Die Wege den Hügel hinauf sind asphaltiert, aber steil. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität gibt es innerhalb der Gloriette einen Aufzug, um das Café und die Aussichtsplattform zu erreichen.

Auf einen Blick

Eintrittspreis
Free to enter café
Viewing terrace €5.50
ÖffnungszeitenDaily 9:00-18:00
Besuchsdauer1-2 hours
AdresseSchlosspark Schönbrunn, 1130 Wien
Telefon+43 1 879 13 11
BarrierefreiheitDie Wege den Hügel hinauf sind asphaltiert, aber steil. Für Personen mit eingeschränkter Mobilität gibt es innerhalb der Gloriette einen Aufzug, um das Café und die Aussichtsplattform zu erreichen.

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