
Zwölf Apostelkeller
Leger
Das Erlebnis
Vergessen Sie für eine Stunde die schicken, minimalistischen Kaffeehäuser. Steigen Sie in der Sonnenfelsgasse 3 hinab in ein unterirdisches Labyrinth, das bis ins Jahr 1339 zurückreicht. Unter Einheimischen als „12-A“ bekannt, ist dies keine künstliche Touristenfalle. Es ist ein dreistöckiger Tauchgang in romanische und gotische Gewölbe, wo die Wände dick sind, die Kerzen flackern und die Luft nach Schmorbraten duftet. Sie sitzen an schweren Holztischen und essen genau das, was die Wiener seit Jahrhunderten genießen. Es ist laut, es ist eng und es ist herrlich unprätentiös. Erwarten Sie keine Fusion-Küche oder winzige Portionen. Erwarten Sie stattdessen ehrlichen, regionalen Wein und ein Schnitzel, das perfekt zum Ambiente passt. Zwischen den allabendlichen Akkordeonspielern und dem Mauerwerk aus dem 12. Jahrhundert gibt es hier nicht nur Abendessen – man versteckt sich in einem lebendigen Stück Wiener Urgestein.
Spezialitäten des Hauses
Fiakergulasch
Ein kräftiges, langsam geschmortes Rindergulasch, traditionell garniert mit Würsteln und einem perfekt gebratenen Spiegelei. Ein herzhaftes, wärmendes Gericht, das wunderbar zu einem frisch gezapften Bier passt.
Wiener Schnitzel "Kaiser Art"
Ein echter Klassiker der Region aus erstklassigem, lokal bezogenem Kalbfleisch, das dünn geklopft und goldbraun herausgebacken wird. Traditionell serviert mit einem frischen, würzigen Erdäpfelsalat.
Kaiserschmarren
Eine beliebte Nachspeise aus fluffigen, zerrissenen Pfannkuchen, die in der Pfanne karamellisiert und großzügig mit Puderzucker bestäubt werden. Dazu wird ein süß-säuerliches Zwetschgenröster serviert.
Tafelspitz
Zartes, hochwertiges gekochtes Rindfleisch in einer kräftigen Brühe mit klassischem Wurzelgemüse. Dieses elegante und zugleich rustikale Gericht ist ein Eckpfeiler der historischen Wiener Küche.
Die Highlights der Karte
Das Essen hier ist herrlich deftig und wie gemacht für eine kalte Wiener Nacht. Beginnen Sie mit dem Fiakergulasch – einem mächtigen Rindereintopf mit Spiegelei und Würsteln, der schon im 19. Jahrhundert die Kutscher wärmte. Das funktioniert heute noch genauso gut. Wenn Sie den Goldstandard suchen, bestellen Sie das Wiener Schnitzel Kaiser Art. Die Küche verwendet hochwertiges Kalbfleisch, klopft es dünn und backt es aus, bis die Panier wie eine goldene Wolke aufgeht. Lassen Sie die Pommes weg und bleiben Sie beim säuerlichen Erdäpfelsalat. Für etwas Raffinesse ist der Tafelspitz die richtige Wahl – er ist nicht ohne Grund eine lokale Obsession. Sparen Sie aber Platz für den Kaiserschmarren. Die zerteilten, karamellisierten Pfannkuchen werden mit Zwetschgenröster serviert, der die Süße perfekt ausgleicht. Es ist chaotisch, süß und einfach unverzichtbar.
Vibe & Publikum
Beim Abstieg sollten Sie auf Ihre Schritte achten. Das Restaurant, das sich 18 Meter unter die Straße windet, ist eine architektonische Zeitreise. Die unterste Ebene, der Brunnenkeller, beherbergt noch einen mittelalterlichen Brunnen und Steine aus dem 1100er Jahren. Die Atmosphäre ist unglaublich authentisch. Hier sitzen Studenten bei einem günstigen Achterl neben Familien, die Geburtstage feiern, und Reisenden, die zufällig von der Ringstrasse hereingestolpert sind. Ein Mix, der funktioniert. Ab 19:00 Uhr beginnt die Live-Musik mit Akkordeon oder Geige. Es ist kein steifes Konzert, oft wird mitgesungen, aber es verleiht dem Keller eine Energie, die ihn davor bewahrt, wie ein Museum zu wirken. Es wird warm, es wird laut, und es ist einer der besten Orte für People-Watching im 1. Bezirk.
Warum Einheimische es lieben
Einheimische kommen hierher, weil der 1. Bezirk normalerweise überteuert ist, der 12-A aber nicht. Er ist ein verlässlicher Anker in einem Viertel, das oft zu poliert wirkt. Man schwört auf den Ribiselwein, einen herben Johannisbeerwein, über den schon der Schriftsteller Heimito von Doderer schrieb. Er ist gewöhnungsbedürftig, aber trinken Sie ihn trotzdem. Auch bei den Produkten macht die Küche keine Kompromisse: Fleisch und Erzeugnisse kommen von regionalen Bauern, was man an den saisonalen Salaten und der Qualität der Braten schmeckt. Hier gibt es kein „Touristenmenü“. Stattdessen findet man ein riesiges Gewölbe, in dem sich ein Student ein Essen leisten kann und eine Gruppe von Freunden für drei Stunden verschwinden kann, ohne gedrängt zu werden. Es ist ein eigensinniges, historisches Stück Stadt, das sich weigert, sich zu verändern – und genau deshalb ist es immer voll.
Die Atmosphäre
rustikal
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Häufig gestellte Fragen
Sollte ich im Zwölf Apostelkeller vorab einen Tisch reservieren?
Was sind die Spezialitäten im Zwölf Apostelkeller?
Gibt es im Zwölf Apostelkeller vegetarische Optionen?
Wie sind die Atmosphäre und der Dresscode im Zwölf Apostelkeller?
Ist der Zwölf Apostelkeller für große Gruppen geeignet?
Wie viel kostet ein typisches Essen im Zwölf Apostelkeller?
Auf einen Blick

Das Viertel
1. Bezirk: Innere Stadt
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