
Café Central
Café
Das Erlebnis
Nennen Sie es nicht einfach nur ein Kaffeehaus. Das Café Central ist eine Wiener Institution, die seit 1876 als intellektueller Motor der Stadt fungiert. Im 1. Bezirk im Palais Ferstel gelegen, tauscht es die übliche Enge gegen hohe Kreuzgewölbe und neugotische Säulen. Sie betreten einen Raum, in dem Freud, Trotzki und Altenberg einst bei Koffein und Tabak debattierten. Heute ist es eine Mischung aus Einheimischen, die die Morgenzeitung lesen, und Reisenden, die den Pianospieler fotografieren. Ja, die Schlange vor der Herrengasse 14 ist oft lang. Warten Sie trotzdem. Drinnen ist der Service flink, die Marmortische sind kühl und das imperiale Gewicht der Geschichte ist greifbar. Es ist kein Ort für den schnellen Kick. Hierher kommt man, um zu entschleunigen, das Licht auf den venezianisch inspirierten Bögen zu beobachten und zu verstehen, dass manche Traditionen den Hype wert sind. Meiden Sie den Ansturm und zielen Sie auf einen Termin am späten Nachmittag ab, wenn die Atmosphäre ihren Höhepunkt erreicht.
Spezialitäten des Hauses
Sachertorte
Ein saftiger, gehaltvoller Schokoladenkuchen mit herber Marillenmarmelade gefüllt und mit einer glatten Schokoladenglasur überzogen. Sie wird traditionell mit einer Portion ungesüßtem Schlagobers serviert.
Wiener Schnitzel
Zartes, dünn geklopftes Kalbfleisch, fachmännisch paniert und in der Pfanne goldgelb herausgebacken. Dieser Klassiker wird mit frischer Zitrone und traditionellen Petersilerdäpfeln serviert.
Apfelstrudel
Ein feiner, blättriger Teig umhüllt eine Füllung aus Äpfeln, Rosinen und Zimt. Er wird warm serviert und großzügig mit einer duftenden Vanillesauce übergossen.
Tafelspitz
Erstklassiges Rindfleisch, das schonend in einer kräftigen Gemüse- und Knochenbrühe butterweich gekocht wird. Serviert wird es mit Wurzelgemüse und einem scharfen Apfelkren.
Kaffee & Patisserie
Die Vitrine hier ist ein gefährlicher Ort – eine kuratierte Galerie aus Zucker und Mehl, von klassischen Strudeln bis hin zu modernen Törtchen mit Blattgold. Beginnen Sie mit den Klassikern. Bestellen Sie die Sachertorte, einen dichten Schokoladenkuchen mit einer herben Marillenschicht. Mit ungesüßtem Schlagobers schmeckt sie am besten. Wenn Sie etwas Warmes möchten: Der Apfelstrudel schwimmt in einer Vanillesauce, die jede Diät vergessen lässt. Doch das Getränk ist das Herzstück. Verzichten Sie auf den Standard-Latte. Bestellen Sie eine Wiener Melange – ein milder Espresso mit gedämpfter Milch und einer dicken Schaumkrone. Oder gönnen Sie sich einen Einspänner: ein doppelter Espresso im Glas, unter einem Berg aus kühlem Schlagobers begraben. Man trinkt ihn durch den Obers hindurch – das ist der Clou. Jeder Bissen aus der hauseigenen Patisserie fühlt sich wie ein kalkulierter Zug in einem altehrwürdigen Wiener Ritual an. Jeden Cent wert.
Interieur & Geschichte
Heinrich von Ferstel hat beim Entwurf dieses Ortes nicht gespart. Ursprünglich als Österreichisch-Ungarische Nationalbank konzipiert, fühlt sich der Raum eher wie eine Kathedrale des Handels als wie eine Küche an. Der Blick nach oben auf das Rippengewölbe und die massiven Kronleuchter ist imposant. Doch die Geschichte ist menschlich. Anfang des 20. Jahrhunderts war dies die „Schachschule“, in der die Radikalen und Dichter der Stadt praktisch lebten. Gleich am Eingang begrüßt Sie die lebensgroße Statue des Dichters Peter Altenberg, der das Café quasi als seine feste Postadresse nutzte. Persönlichkeiten wie Wladimir Lenin und Arthur Schnitzler saßen an genau diesen Tischen, um die Zukunft Europas zu planen. Der Zweite Weltkrieg hätte das Gebäude fast zerstört, doch eine umfassende Restaurierung in den 1980er Jahren erweckte die toskanischen Neorenaissance-Details wieder zum Leben. Es ist kein Museum, sondern ein funktionierendes Stück DNA des 19. Jahrhunderts. Spüren Sie die Geschichte – und bestellen Sie noch einen Kaffee.
Was man bestellen sollte
Die meisten kommen wegen der Süßspeisen, aber die Karte des Café Central birgt auch herzhafte Schätze. Wenn Sie Hunger haben, wählen Sie das Wiener Schnitzel. Kalbfleisch, dünn geklopft, präzise paniert und goldbraun gebraten. Ohne Fettfilm, dafür mit Petersilerdäpfeln und einer Zitronenspalte. Es ist der Goldstandard österreichischer Hausmannskost. Für Genießer empfiehlt sich der Tafelspitz, der in Gemüsebrühe gesotten wird, bis er fast zerfällt. Der Apfelkren sorgt für die nötige Schärfe. Wer zum Frühstück kommt, sollte das „Imperial“-Angebot wählen: feine Käsesorten, Aufschnitt und knusprige Semmeln. Ein Glas Champagner passt perfekt zum Flair des 1. Bezirks. Ob Mittagessen oder kleiner Snack – die Küche hält mit dem prachtvollen Ambiente Schritt. Lassen Sie sich Zeit. Den Kellner wird es nicht stören.
Die Atmosphäre
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich im Café Central reservieren?
Gibt es eine Kleiderordnung im Café Central?
Was sind die Spezialitäten des Hauses im Café Central?
Gibt es im Café Central vegetarische Optionen?
Wie erreiche ich das Café Central mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
Wann ist die beste Zeit, um das Café Central ohne Massen zu besuchen?
Auf einen Blick

Das Viertel
1. Bezirk: Innere Stadt
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