
Wirtshaus Ferdinand
Leger
Das Erlebnis
Lassen Sie die Touristenfallen hinter sich. Die Hospoda Ferdinanda liegt in Nové Město, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs an der Ecke Opletalova und Politických vězňů. Sie steigen hinab in einen weiß verputzten Barockkeller, in dem man sich wie in ein anderes Jahrhundert versetzt fühlt. Dies ist nicht nur ein Ort zum Essen; es ist eine Botschaft der Brauerei Ferdinand in Benešov. Hier wird noch wie im Jahr 1897 gebraut. Es erwarten Sie schwere Glaskrüge, der Duft von Schweinebraten und gedimmtes Licht vor altem Stein. Es ist gemütlich, lebhaft und voller Einheimischer und Bierkenner. Vergessen Sie die sterilisierten Touristenorte – kommen Sie her für regionale Lagerbiere, die Sie nicht in jedem Supermarkt finden. Ehrlich, günstig und genau das, was dem Zentrum von Prague oft fehlt.
Spezialitäten des Hauses
Smoked Pork Leg with Garnish
Eine gewaltige 1.9kg schwere Platte mit tief geräuchertem, zartem Schweinefleisch, serviert mit traditionellen Beilagen, konzipiert für drei Erwachsene.
Dragon Sirloin Steak
Ein kräftiges 200g Stück Rindfleisch, großzügig bestrichen mit scharfem französischem Senf und frisch geriebenem Meerrettich für ein intensives Geschmacksprofil.
Mature Beer Cheese
Eine würzige, interaktive Vorspeise, die mit rohen Zwiebeln und Dunkelbier zerdrückt und zusammen mit dichtem Roggenbrot serviert wird.
Das Vermächtnis des Erzherzogs: Kompromisslose Braukunst
Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este kaufte diese Brauerei im Jahr 1897. Er hielt nichts von Abkürzungen – und das heutige Team ebenso wenig. Sie betreiben noch immer eine eigene Tennenmälzerei, eine von nur noch fünf im ganzen Land. Die Arbeiter wenden die Gerste von Hand auf Steinböden. Es ist eine langsame Arbeit, aber sie verleiht dem Bier seinen tiefen Charakter. Danach folgen die offene Gärung und eine lange Lagerzeit in tiefen Kellern. Hier bekommt man echtes böhmisches Bier, ganz ohne die Tricks multinationaler Konzerne.
Dieser Ort verzichtet konsequent auf moderne Abkürzungen. Die Brauerei unterhält ihre eigene Tennenmälzerei, was äußerst arbeitsintensiv ist. Männer wenden die keimende Gerste manuell auf gewaltigen Steinböden. Dies garantiert einen langsameren, komplexeren Prozess, mit dem moderne pneumatische Mälzereien einfach nicht mithalten können. Das Ergebnis ist ein untergäriges Bier, das Tradition neu definiert.
Unterirdische Soziologie und Architektur
Sie befinden sich in einem fensterlosen Barockgewölbe in Nové Město. Der Straßenlärm verstummt. Schauen Sie sich um: Die Kleiderhaken sind eigentlich alte Gartenharken. Es ist rustikal, ohne gewollt zu wirken. Dieser Rückzug in den Keller schafft ein eigenes Universum; die einzige Uhr ist der anschwellende Pegel der Gespräche. Es fühlt sich weit weg von der modernen Stadt da oben an.
Dieser Geist spiegelt sich auch im Publikum wider. Ferdinanda fungiert als lokale Kantine: Mittags füllen tschechische Büroangestellte die Räume, um das preiswerte Tagesmenü zu genießen. Am Abend ändert sich die Atmosphäre und die Bierliebhaber übernehmen das Kommando. Hier schlägt der wahre Puls von Prague. Ein schicker Dresscode ist nicht nötig – ziehen Sie sich einfach einen Stuhl heran und bestellen Sie ein Getränk.
Was auf der böhmischen Speisekarte steht
Dieses Essen ist wie gemacht für Bier: salzig, deftig und köstlich. Beginnen Sie mit dem Bierkäse, den Sie selbst mit Dunkelbier, Senf und Zwiebeln zerdrücken. Er ist kräftig – ein echtes kulinarisches Aufnahmeritual. Diese Küche erfordert Durchhaltevermögen; stellen Sie sich auf intensive würzige, salzige und säuerliche Aromen ein. Dies ist zweifellos eine der besten Adressen für ein tschechisches Restaurant in Prague, wenn Sie eine ehrliche, preiswerte Mahlzeit suchen.
Die Küche kennt sich bestens mit Fleisch aus. Das Herzstück der Karte bleibt das traditionelle Hovězí guláš, das mit dicken böhmischen Semmelknödeln serviert wird. Betrachten Sie diese als Schwämme für die reichhaltige Paprikasauce. Sind Sie mutig? Bestellen Sie das Lendensteak 'Drache'. Es wird mit scharfem Senf und frischem Meerrettich bestrichen serviert. Es beißt zurück.
Die Strömungsmechanik von 'Sedm Kulí'
Bestellen Sie ein 'Sedm kulí' (Sieben Kugeln). Es ist nach den Schüssen benannt, die den Erzherzog 1914 töteten. Dies ist kein gewöhnliches Pils, sondern ein 13° Bernsteinlager, das mit Süßholz, schwarzem Pfeffer und Basilikum gewürzt ist. Der Geschmack balanciert dunkles Malz mit einer scharfen Kräuternote aus – ein würziges, dunkles Meisterstück der eher ungewöhnlichen tschechischen Genusstraditionen in Prague.
Technisch gesehen weicht es von den üblichen tschechischen Pilsnern ab. Die Brauer geben während des Kochens eine Dreifaltigkeit aus Kräutern hinzu. Es gärt langsam mit Röstmalz. Zuerst schmecken Sie Karamell und getrocknete Pflaumen, dann setzt der schwarze Pfeffer ein, bevor das Basilikum schließlich für eine kühlende Note sorgt. Es ist eine Geschichtsstunde in flüssiger Form.
Die Atmosphäre
Eine unterirdische, rustikale Umgebung, geprägt von weiß verputzten Barockgewölben, Dekor mit landwirtschaftlichen Themen und einer lebhaften, unprätentiösen Energie, ideal für gemeinschaftliches Speisen.
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Häufig gestellte Fragen
Muss ich für die Hospoda Ferdinanda reservieren?
Welche Gerichte muss man in der Hospoda Ferdinanda probiert haben?
Gibt es vegetarische Optionen in der Hospoda Ferdinanda?
Wie komme ich vom Hauptbahnhof zur Hospoda Ferdinanda?
Wie ist die Atmosphäre in der Hospoda Ferdinanda?
Akzeptiert die Hospoda Ferdinanda Kreditkarten?
Auf einen Blick

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